Wiener Neustadt: Neuordnung des sozialen Wohnbaus der Stadt

Wiener Neustadt (OTS) – Stadt behält mindestens 25 Prozent ihrer
Mieteinheiten und wird damit
auf dem Niveau der Stadt Graz liegen.

Die Statutarstadt Wiener Neustadt stellt die Weichen für die
Zukunft und ordnet den kommunalen Wohnbau neu. Damit bekennt sie sich
klar zur sozialen Verantwortung. Sie ermöglicht dringend notwendige
Sanierungen im kommunalen Wohnbau und schafft eine langfristige
Perspektive. Mindestens 25 Prozent der Mieteinheiten (das sind 610)
bleiben weiterhin im Eigentum der Stadt Wiener Neustadt und werden
durch die IFP Immobilien Freizeit Parken-Wiener Neustadt GmbH (IFP)
gehalten. Wiener Neustadt bewegt sich beim Anteil von
Gemeindewohnungen je 1.000 Einwohner im Österreich-Vergleich
hinkünftig auf einem Niveau von etwa St. Pölten, Villach oder Graz.
Für den Rest werden in den nächsten 18 Monaten private Interessenten
gesucht. Dadurch ist sichergestellt, dass der kommunale Wohnbau eine
Kernaufgabe der Stadt bleibt und soziale Verantwortung für Menschen
mit Unterstützungsbedarf gelebt wird.

Die IFP wird in den nächsten Monaten einen Teil ihres
Immobilienbestands neu ordnen. Der mehrstufige, transparente Prozess
wird von CBRE Österreich, einem ausgewiesenen Experten für
Immobilientransaktionen mit ausgezeichneter fachlicher Reputation,
begleitet. Hohe Anforderungen an die künftigen Eigentümer stellen
sicher, dass die Interessen der Mieter und der Kommune gewahrt
bleiben.

Zwtl.: Politische Verantwortung ermöglicht Investitionen in die
Zukunft

„Investitionen in den Gemeindebau aus dem Stadtbudget sind
aufgrund der wirtschaftlichen Lage derzeit nur eingeschränkt möglich.
Darüber hinaus verhindern hohe Belastungen aus Darlehen eine positive
Weiterentwicklung. Und drittens gibt es eine massive Belastung des
Stadt-Budgets durch geringere Mieteinnahmen aufgrund Leerständen.
Diese drei Eckpfeiler sind es, die eine zukunftsorientierte
Neuordnung des kommunalen Wohnbaus notwendig machen. Wir haben jetzt
die Chance, diese Konsolidierung aktiv zu gestalten. Unser Ziel ist
es, eine solide Auswahl an Mieteinheiten im Eigentum der Stadt zu
behalten und in eine gute Zukunft zu führen. Für den Rest des
derzeitigen Portfolios suchen wir in den nächsten Monaten im Rahmen
eines transparenten Prozesses geeignete Interessenten. Wir laden
dabei auch ein breites Spektrum an geeigneten Interessenten, unter
anderem Wohnbaugenossenschaften und gemeinnützige Wohnbauträger,
aktiv ein, an dem Verfahren teilzunehmen. So schaffen wir budgetäre
Spielräume für die Stadt, in die im Eigentum der Stadt verbleibenden
Objekte zu investieren und schaffen auch die Möglichkeit, dass die
neuen Eigentümer in den erworbenen Objekten Investitionen vornehmen.
Wir nehmen somit unsere politische Verantwortung im Sinne der Stadt
Wiener Neustadt, ihrer Bürgerinnen und Bürger und ihrer Zukunft wahr
und ermöglichen gleichzeitig eine Verbesserung des kommunalen
Wohnbaus in Wiener Neustadt“ , so Bürgermeister und Vorsitzender der
IFP-Generalversammlung Klaus Schneeberger .

Zwtl.: Weniger Leerstand und bessere Wohnqualität

Von den 2.192 Gemeindewohnungen stehen derzeit rund 500 Wohnungen
(etwa 22 Prozent) leer. Ziel der Stadt ist es, weiterhin mindestens
25 Prozent (610 Einheiten) der Mieteinheiten im Eigentum zu halten.
Für die restlichen Einheiten werden in einem transparenten
Konsolidierungs- und Vergabeprozess geeignete Interessenten gesucht.
Dieser Prozess ist auf 18 Monate angelegt. Die Neuordnung des
kommunalen Wohnbaus in Wiener Neustadt soll Investitionen in
Sanierungen und Verbesserungen ermöglichen. Besonderes Augenmerk bei
den im Eigentum der Stadt verbleibenden Objekten liegt auf
Energieeffizienz und ökologischer Nachhaltigkeit. In den letzten
Jahren standen der IFP pro Jahr nur rund 1,5 Millionen Euro zur
Verfügung, um in die Sanierung des Immobilienbestands zu investieren.
Dadurch konnten in den letzten zehn Jahren im Schnitt lediglich etwa
80 Wohnungen pro Jahr modernisiert werden.

Die Gemeindewohnungen wurden im Jahr 2006 an die IFP
ausgegliedert. In den letzten drei Jahren verursachten die
Gemeindewohnungen einen jährlichen Abgang von rund vier Millionen
Euro pro Jahr. Benötigte Investitionen und die Tilgung der Darlehen
würden in den nächsten Jahren zu einem erheblichen finanziellen
Mehraufwand führen, der durch die Stadt – insbesondere vor dem
Hintergrund der vorherrschenden wirtschaftlichen Gesamtsituation –
nicht zu stemmen wäre. Diese finanzielle Belastung der Stadt wird
durch die Neuausrichtung in Zukunft drastisch reduziert werden. Die
Erlöse aus der Konsolidierung ermöglichen es einerseits, Schulden zu
tilgen. Andererseits stehen neue Mittel zur Verfügung, um in die
Immobilien zu investieren, die im Eigentum der Stadt verbleiben. Dies
sind mindestens 25 Prozent der derzeitigen Mieteinheiten. Durch die
Tilgung der Schulden wird das Budget der Stadt nachhaltig entlastet
und die Finanzsituation der Kommune für künftige Generationen
stabilisiert.

Zwtl.: Sorgsame Auswahl der Partner

Die künftigen Eigentümer des restlichen Bestands werden in einem
mehrstufigen, transparenten Verfahren umsichtig ausgewählt. Für den
gesetzeskonformen, transparenten Bieterprozess wurden 18 Monate
veranschlagt. Im Prozess sind hohe Anforderungen an die Zulassung am
Verfahren definiert, insbesondere hinsichtlich Geldwäscheprävention
und finanzieller Leistungsfähigkeit der Interessenten. Die Immobilien
werden dem Markt in Paketen angeboten. Durch CBRE Österreich wird im
Prozess auch ein breites Spektrum an geeigneten Interessenten, unter
anderem Wohnbaugenossenschaften und gemeinnützige Wohnbauträger,
aktiv eingeladen, an dem Verfahren teilzunehmen.

Zwtl.: Mieterinnen und Mieter durch Mietrechtsgesetz geschützt

Die Mietverträge der Mieterinnen und Mieter in Objekten mit neuen
Eigentümern bleiben unverändert aufrecht. Die diesbezüglichen Rechte
sind durch das österreichische Mietrechtsgesetz geschützt, das auf
alle Wohnungen anwendbar ist. Somit bleiben auch die Mietzinse ganz
klar gesetzlich geregelt. Darüber hinaus entstehen durch den
Eigentümerwechsel zusätzlich Möglichkeiten, dass in den kommenden
Jahren Sanierungen, Modernisierungen und Weiterentwicklungen
vorgenommen werden.

Zwtl.: Umfassende Kommunikationsmaßnahmen

Der komplette Prozess der Neuordnung des kommunalen Wohnbaus in
Wiener Neustadt wird umfassend kommunikativ begleitet. Folgende
Kommunikations- und Informationsmaßnahmen sind geplant bzw. bereits
in Umsetzung:

– Briefe an alle Mieterinnen und Mieter

– Kostenlose Hotline unter +43 2622 373-868 (ab 9. Oktober, Montag
bis Freitag, 8 bis 18 Uhr)

– E-Mail an [email protected]

– FAQ-Bereich auf wiener-neustadt.at/gemeindewohnungen2025