Ei-Importe aus Tschechien stark gestiegen

Wien (OTS) – Österreichs Ei-Importe aus Tschechien sind 2024 im
Vergleich zu 2023
um satte 24 Prozent gestiegen [1] . Mit knapp 3.600 Tonnen ist das
Nachbarland weiterhin nach Deutschland mit knapp 11.800 Tonnen unser
zweitgrößtes Importland. Doch während in Deutschland mittlerweile nur
noch 3,7 Prozent der Hennen in so genannten ausgestalteten Käfigen
leben, sind es in Tschechien 50,9 Prozent. VIER PFOTEN warnt vor
versteckten Käfigeiern aus Tschechien und anderen Ländern, die in
Österreichs Gastronomie sowie in verarbeiteten Produkten landen. Denn
über 20.000 Tonnen der gesamten Ei-Importe sind Eiprodukte wie
Flüssigei und Eipulver, während Schaleneier „nur“ rund 15.500 Tonnen
ausmachen.

„ Es ist nicht einzusehen, warum die Gastronomie, die stark auf
importierte Eiprodukte setzt, nach wie vor nicht zur Transparenz
verpflichtet ist. Aber wenn Restaurants und Hotels billige Ware aus
Ländern beziehen, in denen Käfighaltung gang und gäbe ist, ist es
natürlich klar, dass eine Kennzeichnung nach Haltungsform nicht
erwünscht ist. In Österreich sind Käfige längst verboten, dennoch
werden uns noch immer Eier aus dieser tierquälerischen Haltung
vorgesetzt “, sagt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Veronika
Weissenböck.

Die Niederlande, wo noch knapp 15 Prozent der Hennen in Käfigen
leben, haben 2024 Polen als Importland vom dritten auf den vierten
Platz verdrängt. Der Anteil der Käfighaltung in Polen beträgt 67,7
Prozent; bei einer Importmenge von knapp 2.300 Tonnen ist also die
Wahrscheinlichkeit hoch, dass darunter Eier aus Tierqual sind.
Trauriges Schlusslicht in der EU ist übrigens nach wie vor Malta, wo
97,2 (!) Prozent der Hennen in Käfigen gehalten werden.

Wie eine Erhebung der AMA aus dem Jahr 2022 zeigt, ist der
österreichischen Bevölkerung die Herkunft der Eier in der Gastronomie
wichtig: 65 Prozent der Befragten sagten, es sei ihnen sehr oder eher
wichtig zu wissen, woher die Eier stammen. Das deckt sich mit den
Ergebnissen aus VIER PFOTEN Umfragen in der Vergangenheit, nach denen
eine große Mehrheit für mehr Transparenz in der Gastronomie ist.

[1]
https://media.hendriks.amainfo.at/685a6c9d1230335036ca3cb6/Agrarisch-
er-Auenhandel_Eier_Q1-25.pdf