Wien/Krems a.d. Donau/Salzburg/Linz/Wiener Neustadt (OTS) – In
Österreich decken vier nichtstaatliche Universitäten gemeinsam ein
Drittel der MedizinerInnenausbildung ab –Danube Private University,
Karl Landsteiner Privatuniversität, Paracelsus Medizinische
Privatuniversität und Sigmund Freud PrivatUniversität. Indem die
Finanzierung hauptsächlich über Studiengebühren erfolgt und
öffentliche Gelder vorrangig für die Kooperationen im klinischen
Bereich zufließen, tragen die privatrechtlichen Universitäten auch
zur Entlastung der Staatsfinanzen bei. Die Ausbildung ist durch die
vom Bund eingesetzte Behörde AQ Austria qualitätsgesichert und
international anerkannt.
Die Studierendenzahlen an privatrechtlichen Universitäten wuchsen
in den letzten zehn Jahren um 167% und liegen derzeit bei 21.554
Studienplätzen. Das rasante Wachstum des privaten Hochschulsektors
ist auf hohe Serviceorientierung, effiziente Mittelverwaltung und
international angesehene Forschungsleistungen zurückzuführen.
„Seit über zwei Jahrzehnten bringen wir Studierende, Lehrende und
Forschende aus der ganzen Welt nach Österreich. Für viele
Berufsgruppen schließen wir klaffende Ausbildungs- und
Versorgungslücken, so eben in der Medizin, aber auch im Lehramt.
Unsere Leistungen für den Standort sind offensichtlich und hätten
seitens der Gesellschaft mehr Anerkennung und von der Politik
konstruktive Angebote zur gemeinsamen Verbesserung der
Gesamtsituation verdient“, sagt Martin Rummel, Vorsitzender der
Interessenvertretung der Privatuniversitäten und -hochschulen ÖPUK.
Die privatrechtlichen Hochschulen unterscheiden sich von
staatlichen durch die Form der Rechtsträgerschaft, es besteht für sie
ein Bundesfinanzierungsverbot. Rund 60% der privaten tertiären
Bildungseinrichtungen sind nicht gewinnorientiert, etwaige
Überschüsse müssen in Lehre und Forschung reinvestiert werden. In der
Diskussion um Solidarbeiträge sollte nicht übersehen werden, dass die
19 österreichischen privatrechtlichen Universitäten und Hochschulen
seit über zwei Jahrzehnten für die Entwicklung des
Wissenschaftsstandorts Österreich eintreten und einen substanziellen
Beitrag zum Gemeinwohl leisten.