Zukunftsforum SHL sieht in der „Sanierungsoffensive Neu“ eine wichtige Weichenstellung für die Wärmewende

Wien (OTS) – Das Zukunftsforum SHL begrüßt die langfristige Auslegung
der
Förderungen im Rahmen der „Sanierungsoffensive Neu“. Die mehrjährige
Perspektive schafft Planungssicherheit für Haushalte und Betriebe und
entlastet Installateur:innen sowie die Wärmebranche. Langfristige
Förderungen geben Sicherheit und beschleunigen den Heizungstausch –
im Sinne der Bevölkerung, Wirtschaft und des Klimas.

Damit die Wärmewende gelingt, braucht es aber zusätzliche
Reformen: ein ressortübergreifendes Paket mit praxistauglichen
Anpassungen im Miet-, Wohn- und Steuerrecht, die Vereinheitlichung
technischer Standards, beschleunigte Genehmigungsverfahren sowie
einen gesetzlich verankerten Ausstiegspfad aus Öl- und Gasheizungen.

Zwtl.: Was es noch braucht

Das Miet- und Wohnrecht ist so zu reformieren, dass
Heizungsmodernisierungen in Mehrparteienhäusern erleichtert und nicht
von Einzelpersonen blockiert werden. Im Steuerrecht sind gezielte
Anreize nötig, damit Investitionen in energetische Sanierungen und
Energieeffizienzmaßnahmen rasch ausgelöst werden. Zentrale Basis ist
ein Klimaschutzgesetz mit verbindlichem Ausstiegspfad aus Öl- und
Gasheizungen sowie eine ressortübergreifende Koordinationsgruppe für
die Umsetzung. Ergänzend braucht es einheitliche technische
Standards, beschleunigte Genehmigungsverfahren und österreichweit
harmonisierte Förderniveaus.

Zwtl.: Wärmewende auf Kurs?

Die Wärmebranche kann mit Zuversicht planen, zumal Anträge
bereits im November gestellt werden können. Zugleich zeigt die
Erfahrung: Förderungen allein reichen nicht aus. Neben finanziellen
Anreizen braucht es ordnungspolitische Schritte, wie auch die Prognos
-Studie betont. Das Zukunftsforum SHL plädiert seit Langem für ein
umfassendes Reformpaket, das die Rahmenbedingungen für die Wärmewende
optimiert. Ansonsten drohen Österreich hohe EU-Sanktionen und
Standortnachteile. Die Neuauflage der Sanierungsoffensive setzt ein
starkes Signal – jetzt gilt es, die Rahmenbedingungen optimal zu
gestalten.