Wien/Österreich (OTS) – „Gerade die laufenden Entwicklungen in
unserer Gesellschaft brauchen
ganz dringend Gedenktage, Tage des Nachdenkens“, sagt Prof. Gerhard
Weissgrab, der Präsident der Österreichischen Buddhistischen
Religionsgesellschaft, und weiter, „eine ganz wichtige Funktion
solcher Tage ist das Innehalten und die Unterbrechung unserer
alltäglichen Gewohnheiten und Sichten. Es ist sinnvoll, einen kleinen
Schritt zurück zu tun, selbst wenn wir es eilig haben. Am
Welttierschutztag sollten wir diesen kleinen Schritt zurück machen,
um besser sehen zu können, wie es den Tieren in unserer Gesellschaft
geht. Es ist wohl keine falsche Annahme, wenn wir von unserem Umgang
mit den Tieren gleichzeitig auf den Umgang mit unseren Mitmenschen
und der gesamten Umwelt rückschließen. Wir werden viele
Fehlentwicklungen sehen. Einerseits in Form von Industrialisierung
der Tiere in der Agrarwirtschaft, aber genauso absurde Auswüchse in
der Haustierhaltung. Machen wir uns Fehlentwicklungen bewusst, das
ist der erste Schritt zu wichtigen und dringend erforderlichen
Kurskorrekturen.
Der Welttierschutztag ist wieder einmal ein Anstoß, sich Gedanken
zu machen. Vor allem auch Gedanken darüber, dass wir unsere
Beziehungen zu den Tieren niemals getrennt von gesellschaftlichen
Entwicklungen sehen können. Bemühen wir uns um ein Bewusstmachen
dieser Zusammenhänge und davon abgeleitet, um einen einfühlsameren
Umgang mit den Tieren und der Umwelt, auch zum Wohle der gesamten
Gesellschaft.“