Martin & Gerda Essl als Stifter & Stifterin des Jahres prämiert, Blühendes Österreich erhält Preis für Stiftung des Jahres 2025

Wien (OTS) – Anlässlich des Europäischen Tags der Stiftungen am 1.
Oktober rücken
jedes Jahr die gesellschaftlichen Leistungen gemeinnütziger
Stiftungen ins Rampenlicht. In Österreich investieren sie jährlich
rund 120 bis 130 Mio. Ꞓ in gemeinnützige Projekte. Zum achten Mal lud
der Verband für gemeinnütziges Stiften (VgS) zu einer hochkarätig
besetzten Konferenz in Wien, die heuer von der Rolle von
Bildungsstiftungen geprägt war. 150 Personen aus dem In- und Ausland
nahmen daran teil. Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der
Stiftungsawards 2025: Als Stifter & Stifterin des Jahres wurden
Martin & Gerda Essl ausgezeichnet, die seit 2007 mit der Essl
Foundation soziale Innovationen mit Schwerpunkt Inklusion
vorantreiben. Den Preis „Stiftung des Jahres“ erhielt die Stiftung
Blühendes Österreich für ihr zehnjähriges Engagement im Naturschutz.

Der Verband für gemeinnütziges Stiften vergibt die Stiftungsawards
seit 2018 für außerordentliche Verdienste im österreichischen
Philanthropie-Sektor. Zu den bisherigen Preisträger:innen zählen
unter anderem Mariella Schurz (B&C Privatstiftung) und Nobert
Zimmermann (Berndorf Privatstiftung), Patricia Kahane (Kahane
Stiftung), Therese Niss (MINTality Stiftung) sowie Gabriele und
Gerhard Ströck (WE&ME Stiftung). In diese Liste herausragender
Persönlichkeiten reihte sich am 1. Oktober das Stifterehepaar Martin
und Gerda Essl ein.

„Mit großem persönlichem Engagement setzen sich Martin und Gerda
Essl seit Jahrzehnten dafür ein, Menschen mit Behinderungen zu
stärken, Barrieren abzubauen und nachhaltige soziale Innovationen zu
fördern. Herzstück der gemeinnützigen Privatstiftung ist das
international anerkannte Zero Project, das weltweit vorbildliche
Lösungen für Inklusion und Teilhabe sichtbar macht und nach
Österreich bringt“ , hob Laudator Andreas Onea , Para-Schwimmer &
Fernsehmoderator, hervor.

Die Essl Foundation , 2007 von Martin und Gerda Essl gegründet, hat
mit dem Zero Project eine einzigartige Plattform geschaffen. Mit
Unterstützung eines weltweiten Expert:innen-Netzwerks wurden bereits
mehr als 1.500 skalierbare Innovationen aus 150 Ländern für Inklusion
und Barrierefreiheit identifiziert und evaluiert – mit dem Ziel,
durch wirkungsvolle Lösungen die Umsetzung der UN-
Behindertenrechtskonvention voranzutreiben. Der renommierte „Zero
Project Award“ holt jedes Jahr die wegweisendsten Innovationen aus
aller Welt im Rahmen der Zero Project Conference in der UNO-City Wien
vor den Vorhang – vor mehr als tausend internationalen Expert:innen.

Durch strategische Partnerschaften gibt es seit einigen Jahren
zudem regionale Zero Project-Aktivitäten in Chile, Singapur und
Indien sowie Initiativen mit Fokus auf neueste Technologien,
Künstliche Intelligenz, inklusive Kunst und barrierefreie
Gesundheitsversorgung. In Österreich engagiert sich das Zero Project
durch bundesweite Unternehmensdialoge, jährliche
Parlamentsveranstaltungen und den ALC-Inklusionspreis.
„Das Zero Project zeigt das unglaubliche Potenzial von Innovationen
weltweit und beweist, wie viel Kreativität und Engagement Menschen in
eine inklusivere Welt einbringen. Es ist beeindruckend zu sehen, wie
diese globale Gemeinschaft aus allen Bereichen der Gesellschaft
zusammenarbeitet, um Lösungen zu entwickeln, die Inklusion und
Teilhabe für alle ermöglichen. Diese Arbeit erfüllt unsere Familie
und mich mit großer Freude. Wir sind sehr dankbar für diese
Auszeichnung, die uns motiviert, gemeinsam mit unserem großartigen
Zero Project Team und der Stärke dieses weltweiten Netzwerks unser
Bestes zu geben und eine Welt ohne Barrieren Wirklichkeit werden zu
lassen“ , so Martin und Gerda Essl.

Zwtl.: 10 Jahre Blühendes Österreich – Stiftung mit Vorbildwirkung

Seit ihrer Gründung im Frühjahr 2015 durch die BILLA AG und
BirdLife Österreich verfolgt die gemeinnützige Stiftung Blühendes
Österreich ein klares Ziel: echten, nachweisbaren Naturschutz in
Österreich voranzutreiben. In den vergangenen zehn Jahren entwickelte
sich daraus eine der bedeutendsten Naturschutzstiftungen des Landes.
Über 300 Projektpartner:innen aus Landwirtschaft, Wissenschaft,
Bildung und Zivilgesellschaft wurden bisher mit rund 9,5 Mio. Ꞓ
Fördervolumen unterstützt. Dabei wurden über 1.300 Hektar
naturschutzfachlich wertvoller Flächen, darunter Moore, Auwälder,
Flüsse, Trockenrasen und Streuobstwiesen renaturiert oder verbessert.
Zudem initiierte die Stiftung Projekte zu Biodiversitätsforschung,
Naturbildung und Citizen Science – etwa die App „Schmetterlinge
Österreichs“, bei dem über 27.000 Freiwillige bereits 1,1 Mio.
Beobachtungen meldeten. Insgesamt wurden 10 Mio. Menschen über
Website, App, Social Media und Veranstaltungen erreicht.

Grund genug für den VgS, Blühendes Österreich als „Stiftung des
Jahres“ 2025 auszuzeichnen: „Blühendes Österreich gilt heute als
Beispiel für wirkungsorientiertes, nachhaltiges Stiften in
Österreich. Die Stiftung zeigt, wie privatwirtschaftliches Engagement
und zivilgesellschaftliche Kooperationen gemeinsam unverzichtbare
Beiträge zur österreichischen und europäischen Biodiversität leisten
können“ , unterstrich Günther Lutschinger , Geschäftsführender
Vorstand des Verbandes für gemeinnütziges Stiften, die zentrale Rolle
der Stiftung.

Robert Nagele , Vorstand BILLA AG und Blühendes Österreich,
betonte bei der Preisverleihung am 1. Oktober: „Die Auszeichnung zur
Stiftung des Jahres ist eine große Ehre und Bestätigung unseres
Weges. Seit nunmehr zehn Jahren verfolgen wir mit der unserer BILLA
Stiftung Blühendes Österreich das Ziel, einen tatsächlichen und
nachweisbaren Beitrag zum Naturschutz in Österreich zu leisten. Diese
Auszeichnung zeigt, dass unser gemeinsames Engagement mit unserer
Partnerin BirdLife Österreich Früchte trägt.“

Zwtl.: Bildungszwecke im Mittelpunkt des Neugründungsrekords
gemeinnütziger Stiftungen

Pro Jahr steuern gemeinnützige Stiftungen rund 11% des gesamten
Spendenaufkommens zur Finanzierung von Anliegen des Gemeinwohls bei.
So wie auch im Falle der beiden ausgezeichneten Stiftungen, stellt
Bildung einen der beliebtesten Förderzwecke in Österreich dar. Vor
allem unter den Stiftungsneugründungen ist Bildung das zentrale
Thema: Rund die Hälfte aller Neugründungen der vergangenen zehn Jahre
verfolgt Bildungs- und Forschungsprojekte. Insgesamt zeichnet sich
ein äußerst positiver Trend ab: Im ersten Halbjahr 2025 wurden
bereits doppelt so viele gemeinnützige Stiftungen neu gegründet wie
in den Jahren davor insgesamt. Für Innovationen im Schulsystem sind
gemeinnützige Stiftungen längst die treibende Kraft – das
verdeutlicht eine in Zusammenarbeit mit Dr. Reinhard Millner vom NPO-
Kompetenzzentrum der WU Wien erstellte Studie, die von der
Innovationsstiftung für Bildung (ISB) ermöglicht wurde. Alle Infos
dazu unter: https://www.stiften.at/news-presse/presseaussendungen/