Danninger (WKO) und Neumayer (IV): Was die Wirtschaft jetzt braucht

Wien (OTS) – „Es muss etwas passieren“, waren sich die
Generalsekretäre von
Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung, Jochen Danninger und
Christoph Neumayer, am Dienstagabend beim „Talk 14“, dem
Wirtschaftsgespräch des Österreichischen Genossenschaftsverbandes (
ÖGV), einig. Im Interview mit ORF-Redakteurin Maria Kern ging um
Rezepte für den Standort Österreich.

„Wir haben uns mit einem Giftcocktail aus hohen Energie- und
Lohnkosten sowie Bürokratie aus dem Markt gepreist, Lenzing wird
daher nicht die letzte Hiobsbotschaft gewesen sein“, fürchtet IV-
Generalsekretär Neumayer. Er rechnet damit, dass die
Wirtschaftsprognosen fürs kommende Jahr demnächst nach unten
revidiert werden müssen. Der Lohnabschluss der Metaller deutlich
unter der Inflationsrate sei zwar ein erstes positives Zeichen, dass
auch die Arbeitnehmervertreter den Ernst der Lage verstanden hätten,
nun müssten aber die Beamten diesem Weg folgen.

Das Gegenüber aus der Wirtschaftskammer, Danninger, zeigte sich
etwas optimistischer in seiner Einschätzung der Lage: „Wir sind zwar
in einem schwierigen Transformationsprozess, aber ich sehe Licht am
Ende des Tunnels.“ Er gibt sich zuversichtlich, dass die Regierung
neue Wachstumsimpulse setzen kann. In diesem Zusammenhang nannte er
die in Ausarbeitung befindliche Industriestrategie, Ergebnisse noch
heuer erwartet er sich auch in Sachen Bürokratieabbau.

Schritte, die es auch laut Neumayer dringend brauche. Denn in den
kommenden Jahren entscheide sich, ob Österreich überhaupt noch
reformfähig sei oder ob es die Kettensäge brauche, so der IV-
Vertreter.

Über den ÖGV

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