WWTF stärkt Computerwissenschaften am Standort: 14 Mio. € für Wiener Spitzenforschung

Wien (OTS) – Wien bleibt seiner Strategie treu, kontinuierlich in die
Grundlagen
der Computerwissenschaften zu investieren. Durch zwei große
Förderrunden mit einer Gesamtfördersumme von über 14 Mio. Ꞓ stärkt
der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF)
die Computerwissenschaften: „Wien ist bei Zukunftstechnologien
exzellent aufgestellt. Die langfristigen Investitionen in Forschung
und Wissenschaft zahlen sich für den Standort aus und sind das
Fundament für zukünftige Entwicklungen. Die Forschungsförderungen des
WWTF sind ein wichtiger Bestandteil, um die Wiener Spitzenforschung
zu stärken. Darüber hinaus zieht Wien als innovativer Wissenschafts-
und Technologiestandort hochqualifizierte Talente aus aller Welt an,
die maßgeblich zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Die gezielte
Förderung der Vernetzung von Forschung und Wirtschaft schafft
hochwertige Arbeitsplätze, stärkt die wirtschaftliche
Wettbewerbsfähigkeit Wiens nachhaltig und sichert die Grundlage für
eine zukunftsfähige und wettbewerbsstarke Wirtschaftsregion“, betont
Barbara Novak amtsführende Stadträtin für Innovation und
Digitalisierung.

Mit 9 Mio. Ꞓ werden zwölf exzellente WWTF-Projekte gefördert, die
ein breites Spektrum der Computerwissenschaften abdecken. Parallel
dazu bringt der WWTF über das Vienna Research Groups- Programm mit
insgesamt 5 Mio. Ꞓ drei herausragende internationale Nachwuchstalente
nach Wien, die ihre erste große Forschungsgruppe etablieren werden:
„Der WWTF investiert seit fast zwei Jahrzehnten in die Wiener
Computerwissenschaften. Für uns ist wichtig, dass wir weiter
beharrlich dranbleiben. Das zahlt sich aus. Wir sehen immer mehr neue
Gesichter und Teams, die sich insbesondere im AI Bereich mit
ausgezeichneten Projekten bei uns bewerben. In diesem Feld ist ein
Momentum, das wir weiter vorantreiben werden“, erläutert Dr. Michael
Häupl, Präsident des WWTF. Die Verhandlungen mit den zukünftigen
Vienna Research Group Leadern laufen noch und werden voraussichtlich
ab 2026 in Wien starten.

Besonders bemerkenswert ist der außergewöhnlich hohe Frauenanteil
mit 60% Projektleiterinnen. In einem international durchaus männlich
dominierten Forschungsfeld zeigt sich die Stärke des Wiener Standorts
und die Vielfalt seiner Forschenden: „Die Sichtbarkeit und Stärke von
Frauen in den Computerwissenschaften prägt Wien als
Wissenschaftsstandort und setzt zugleich ein wichtiges Signal für die
internationale Forschungsgemeinschaft. Wichtig ist, diese WWTF-
Projekte in Zukunft in die Community des Digitalen Humanismus
einzubinden. Die Stadt Wien arbeitet hier eng mit dem WWTF und den
Universitäten zusammen und entfaltet auf diesem Feld eine
bemerkenswerte Dynamik. Das ist es, was Wien besonders macht: Auf
exzellente Grundlagenforschung baut ein Denken auf, das den Menschen
konsequent ins Zentrum der Digitalisierung stellt“, unterstreicht
Stadträtin Veronica Kaup-Hasler.

Zwtl.: 5 Mio. Ꞓ für drei Vienna Research Groups

Die Vienna Research Groups (VRG) bringen drei internationale
Spitzentalente nach Wien, die ihre eigenen Forschungsgruppen aufbauen
werden. Mit einer Förderung von jeweils rund 1,8 Mio. Ꞓ über sieben
Jahre können sie unabhängig forschen und die Wiener ICT-Community
weiter stärken. Sie beschäftigen sich mit der Entwicklung und dem
Einsatz von AI in verschiedenen Wissenschaftsfeldern. Derzeit
erfolgen die Verhandlungen mit ihnen. Zwei von drei Kandidat*innen
wechseln ab 2026 von etablierten Einrichtungen in den USA nach Wien.
Das VRG-Programm hat sich als erfolgreicher Brückenbauer etabliert,
der herausragende internationale Nachwuchstalente nach Wien holt und
hier verwurzelt.

Wien ist bereits heute ein starkes Zentrum für Forschung und
Entwicklung, auch in den Computerwissenschaften, mit hoher
Forschungsquote und zahlreichen internationalen Organisationen. Auch
aus diesem Grund hat sich die Stadt Wien kürzlich für die AI-
Gigafactory der EU beworben: „Wien bleibt dran, die entscheidenden
Grundlagen für die Zukunft zu legen. Neben unseren Initiativen im
Bereich des Digitale Humanismus ist die Bewerbung zur AI-Gigafactory
ein gewaltiger Schritt – die ‘Wiener Hochquellleitung des 21.
Jahrhunderts‘. Um dies zu ermöglichen, braucht es genau diese aktive
und exzellente Community, die jetzt über die WWTF-Calls prämiert
wurden“, ergänzt Stefan Gara, Forschungs- und
Digitalisierungssprecher der NEOS Wien.

Die zwölf geförderten WWTF-Projekte mit jeweils bis zu 800.000 Ꞓ
verteilen sich auf vier Themenbereiche: Cybersecurity/Kryptografie,
Grundlagen der Künstlichen Intelligenz, Forschung zu Datensystemen
und Projekte im Bereich der Visualisierung. WWTF-Projekte reichen von
der Entwicklung sicherer Hardware-Überprüfungssysteme für kritische
Infrastrukturen über energieeffizientes Quantencomputing bis hin zu
vertrauenswürdigen Roboter-Partnern für Menschen. Von den zwölf
Projekten, werden neun von Forscher*innen der TU Wien geleitet:
„Dieser Erfolg zeigt eindrucksvoll, wie stark und kreativ die
Computerwissenschaften an der TU Wien sind. Unsere Forscher*innen
nutzen die Freiheit, mutig neue Wege zu gehen und damit Wissen zu
schaffen, das die Zukunft prägt – genau im Sinne unserer Vision
‘Where we dare to reason. The creative urban tech university.
unlimited’. Die WWTF-Förderungen geben unseren Teams den nötigen
Rückenwind, um bahnbrechende Ideen zu verwirklichen. Das ist ein
wichtiger Schritt für Wien, für die TU und für die Gesellschaft.“,
freut sich Jens Schneider, Rektor der TU Wien.

Zwtl.: Internationale Jury mit Anerkennung für die Wiener Exzellenz

Aus 84 Kurzanträgen wurden 24 sogenannte Vollanträge in die
finale Runde eingeladen. Prof. Anne-Marie Kermarrec von der École
Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), Vorsitzende der
achtköpfigen internationalen Jury, unterstreicht die Qualität der
eingereichten Beiträge: „Für den ICT 2025-Call haben wir zwölf
Projekte zur Förderung ausgewählt. Die Einreichungen deckten das
gesamte Spektrum ab und zeigten starke Ambitionen in der Entwicklung
und Anwendung innovativer Methoden. Viele waren interdisziplinär
angelegt und schaffen solide Grundlagen für künftige Anwendungen mit
gesellschaftlicher Wirkung“. Diese Stärke wurde auch jüngst von einem
internationalen Panel im Rahmen der 10-Jahres Evaluierung des WWTF
bestätigt: Exzellenz und gesellschaftliche Relevanz widersprechen
sich nicht.

Zwtl.: Digitaler Humanismus als nächster Schritt

Neben der für Mai 2026 geplanten zweiten internationalen „Digital
Humanism Conference“ und der Eröffnung des Doktoratskolleg Digital
Humanism am 19. November 2025 plant der WWTF weitere Maßnahmen zur
Stärkung des Standorts: „Wir werden 2026 einen weitere Digital
Humanism Projektcall durchführen, um die disziplinenübergreifende
Zusammenarbeit der Geistes- und Sozialwissenschaften mit den
Computerwissenschaften mit Blick auf die Digitalisierung zu stärken.
5 Mio. Ꞓ haben wir insgesamt für die besten Projekte vorgesehen, die
wie immer bei uns kompetitiv ausgeschrieben und international
begutachtet werden“, so WWTF-Geschäftsführer Dr. Michael Stampfer.