Weltherztag am 29.09.2025

Wien (OTS) – Laut Statistik Austria stellen auch im Jahr 2024
Herz-Kreislauf-
Erkrankungen mit über 34% die häufigste Todesursache dar.

Die Myokardperfusionsszintigraphie (MPS) und die Herz-CT
Untersuchung sind beides diagnostische und – im Gegensatz zur
Koronarangiographie („Herzkatheter“) – nicht-invasive Verfahren zur
Beurteilung der Herzmuskeldurchblutung. In der Routineabklärung einer
koronaren Herzerkrankung (KHK) hat sich die Herz-CT-Untersuchung zum
Erstnachweis bei niedriger und mittlerer Vortest-Wahrscheinlichkeit
etabliert. Die Herz-CT weist eine hohe räumliche Bildauflösung auf
und bietet den Vorteil, die Gefäßanatomie direkt darzustellen. Über
die hämodynamische Signifikanz einer im Herz-CT nachgewiesenen
Gefäßstenose liefert die Myokardszintigraphie die Therapie-
entscheidende Information.

Die MPS wird seit Jahrzehnten in der Routinediagnostik eingesetzt
und ist daher eine etablierte Methode bei der Beurteilung der KHK.
Ihre Aussagekraft wurde durch zahlreiche Studien bei Frauen und
Männern nachgewiesen und ist daher im diagnostischen Algorithmus zur
Abklärung einer KHK ein fixer Bestandteil kardiologischer Guidelines
geworden. Bei Patienten mit negativer MPS kann in der Mehrzahl der
Fälle auf eine invasive Herzkatheteruntersuchung verzichtet werden,
was zu einer spürbaren Kosteneffizienz im Management dieser
Patientengruppe führt.

Die MPS wird ambulant in Krankenhäusern und zahlreichen
nuklearmedizinischen Instituten Österreich-weit angeboten. Diese
Untersuchung erfordert zwei Aufnahmen – eine unter Ruhebedingung und
eine unter Stressbedingung, die entweder bei sehr guter
Leistungsfähigkeit mit Fahrrad-Ergometrie oder alternativ mit einer
pharmakologischen Stimulation mit Regadenosin (RapiScan™)
durchgeführt werden kann. Die Mehrzahl der PatientInnen weisen auf
Grund Ihrer Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus,
Adipositas oder COPD eine eingeschränkte Leistungsreserve auf und
benötigen daher eine pharmakologische Stimulation zum Nachweis einer
signifikanten Gefäßstenose. Bedauerlicherweise erfolgt in Österreich
keine generelle Kostenübername dieses für die Untersuchung
notwendigen Medikaments durch die österreichische Gesundheitskasse (
ÖGK). Es ist daher dringend zu fordern, dass diese
nuklearmedizinische Leistung Österreich-weit einheitlich für alle
Anwender übernommen wird und ähnlich wie die verrechenbaren
Leistungen in der Radiologie Preisindex-angepasst jährlich
automatisch angehoben werden.

Auf der Homepage der Österreichischen Gesellschaft für
Nuklearmedizin und Theranostik (OGNT) -www.ognt.at- können Sie das
nächstgelegene nuklearmedizinische Institut in ihrem Bundesland
finden und bei Fragen zu dieser Untersuchung direkt kontaktieren.

Prim. Univ.-Prof. Dr. Mag. Michael Gabriel, Präsident der OGNT,
Facharzt für Nuklearmedizin, Leiter des Instituts für Nuklearmedizin
und Endokrinologie, Kepler Universitätsklinikum Linz

a.o. Univ.-Prof. Dr. Rainer W. Lipp, FACNM , Leiter der AG
Öffentlichkeitsarbeit der OGNT, Facharzt für Nuklearmedizin und
Innere Medizin, Medizinische Universität Graz, Klinische Abteilung
für Onkologie; ärztlicher Leiter und Geschäftsführer des Diagnostikum
Nuklearmedizin Graz

Prim. Univ.-Prof. Dr. Siroos Mirzaei , MBA , Präsident elect der
OGNT, Facharzt für Nuklearmedizin, Leiter der Abteilungen für
Nuklearmedizin Klinik Ottakring und Klinik Hietzing, Wien

Univ.- Prof. Priv.-Doz. Mag pharm Dr Markus Mitterhauser, aHPh,
Sprecher der naturwissenschaftlichen Fächer, Leiter der
Radiopharmakaentwicklung der klein. Abteilung für Nuklearmedizin am
AKH Wien

Dr. Charlotte Sonneck-Koenne , Finanzreferentin und Sekretär der
OGNT, Fachärztin für Nuklearmedizin und Allgemeinmedizinerin, MED 22
und PET-CT Zentrum Klinik Ottakring, WienUniv.- Prof. Priv.-Doz. Mag
pharm Dr Markus Mitterhauser, aHPh, Sprecher der
naturwissenschaftlichen Fächer, Leiter der Radiopharmakaentwicklung
der klein. Abteilung für Nuklearmedizin am AKH Wien