Wien (OTS) – Cyberangriffe sind heute eine der größten Bedrohungen
für Unternehmen
weltweit. Während 2024 lediglich 35 Prozent der Entscheider:innen in
Österreich das Risiko eines Cyberangriffs als hoch einschätzten, ist
dieser Anteil 2025 auf 47 Prozent gestiegen. Noch klarer zeigt sich
die Realität bei den Vorfällen: 32 Prozent der Unternehmen hatten in
den letzten fünf Jahren konkrete Hinweise auf Angriffe, ein Plus von
zehn Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Besonders große
Unternehmen sind betroffen: In der Umsatzklasse über 51 Mio. Euro
berichten 33 % von wiederholten Angriffen. 90 % aller Befragten
erwarten, dass sich die Bedrohungslage künftig weiter verschärfen
wird. „Die steigende Zahl an Angriffen macht deutlich, dass
Cyberrisiken keine theoretische Gefahr mehr sind. Unternehmen müssen
Cybersicherheit endlich als Teil ihrer Geschäftsstrategie begreifen –
wer zu spät reagiert, riskiert finanzielle Schäden und
Vertrauensverlust“, sagt Gottfried Tonweber, Leiter Cybersecurity und
Partner bei EY Österreich.
Zwtl.: Cyberabwehr ohne Kompass: Vielen fehlt eine übergreifende
Strategie
Trotz der hohen Risikowahrnehmung fehlt vielen Unternehmen eine
klare Gesamtstrategie für Cybersicherheit. Maßnahmen werden punktuell
umgesetzt, doch ein strukturierter Fahrplan ist selten vorhanden.
Ohne strategischen Rahmen bleiben Investitionen unkoordiniert – und
die Wirksamkeit der Abwehr gering. Die fehlende Steuerung zeigt sich
besonders bei den Budgets. 34 Prozent der Unternehmen verfügen über
kein festes Cybersecurity-Budget, weitere 42 Prozent können ihre
Ausgaben nicht beziffern. Nur 9 Prozent investieren mehr als 25.000
Euro jährlich in IT-Sicherheit. Immerhin plant ein Fünftel der
Befragten eine Erhöhung der Ausgaben in den kommenden zwei Jahren.
Die vollständigen Studienergebnisse stehen hier zum Download zur
Verfügung.