BM Holzleitner fordert stärkere Friedensforschung in der EU

Brüssel/Wien (OTS) – „Frieden ist nie selbstverständlich. Demokratie,
Freiheit und
Menschenrechte müssen jeden Tag gelebt und verteidigt werden. Wir
erleben tagtäglich, dass Bedrohungen näher rücken und Grenzen
verschoben werden“, betonte Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin
für Frauen, Wissenschaft und Forschung, heute beim EU-Forschungsrat
in Brüssel.

Die Ministerin erinnerte an die Verleihung des
Friedensnobelpreises an die Europäische Union im Jahr 2012 für ihren
Beitrag zu Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten: „Die EU ist
seit ihrer Gründung viel mehr als ein Wirtschaftsraum – Europa ist
ein Friedensprojekt. Und diese Aufgabe ist heute wichtiger denn je.“

Im Zentrum der Beratungen stand die künftige Ausgestaltung von
Horizon Europe – dem zentralen Förderprogramm der EU für Forschung
und Innovation. Holzleitner dazu: „Für die nächste Phase ist es mir
besonders wichtig, Forschung zu Friedens- und Sicherheitsfragen zu
stärken – von Konfliktprävention über Friedensförderung bis zu
Demokratieforschung. Wir brauchen Wissen darüber, wie wir Frieden
sichern und Konflikte verhindern können.“

Ein klares Signal setzte die Ministerin auch bei der Frage der
Finanzierung: „Österreich lehnt es ab, dass Horizon Europe reine
Verteidigungsforschung finanziert. Wir wollen zivile und
sicherheitsrelevante Forschung sinnvoll verbinden, um Innovationen
für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger zu fördern – vom
Alltag bis zu außergewöhnlichen Herausforderungen.“

Abschließend unterstrich Holzleitner: „Wohlstand, Innovation und
Frieden gehören zusammen – und Europa kann hier weltweit vorangehen.“