karriere.at-Studie: Jede*r zweite Berufstätige in Österreich offen für Jobwechsel

Wien (OTS) – Die Hälfte der Berufstätigen in Österreich ist
grundsätzlich bereit,
den Job zu wechseln – das geht aus einer aktuellen repräsentativen
Umfrage von Marketagent im Auftrag von karriere.at hervor. Etwa
sieben Prozent sind aktiv auf Jobsuche, während sich insgesamt 41
Prozent offen für einen Wechsel zeigen, wenn das Angebot stimmt.

„Die Jobwechselbereitschaft unter Berufstätigen ist aktuell höher
als in den letzten Jahren. Daraus ergeben sich große Chancen für
Personalverantwortliche, denn bei attraktiven Anreizen und unter den
richtigen Voraussetzungen sind Erwerbstätige gewillt, sich beruflich
zu verändern“, schließt karriere.at-CEO Georg Konjovic aus den
Studienergebnissen.

Zwtl.: Schlechte Stimmung, schlechte Bindung

Bei den Gründen für einen Arbeitsplatzwechsel werden sogenannte
„Wohlfühl-Faktoren“ von jenen höher bewertet, die aktiv auf Jobsuche
sind: Für sie sind ein negatives Arbeitsklima, Unzufriedenheit mit
den derzeitigen Arbeitsbedingungen oder der Führungskraft eher Gründe
für einen Wechsel als für jene, die nicht aktiv nach einer neuen
Stelle suchen. Umgekehrt bewerten jene, die nicht aktiv auf der Suche
sind, Verbesserungen in Bezug auf Gehalt, Lage des Arbeitsplatzes und
Work-Life-Balance höher.

„Wir sehen anhand der Zahlen, dass Menschen eher kündigen und auf
Jobsuche gehen, wenn sie einen Leidensdruck spüren. Sie wenden sich
aufgrund der schlechten Stimmung oder der Bedingungen am Arbeitsplatz
vom aktuellen Arbeitgeber ab. Jene, die nicht aktiv auf Jobsuche,
aber offen für etwas Neues sind, lassen sich vor allem durch
Verbesserungen ihrer aktuellen Situation in Bezug auf Gehalt, Lage
und Work-Life-Balance davon überzeugen, sich zu bewerben“, so
Konjovic.

Zwtl.: Gehalt als wesentlichster Wechselgrund

Laut der Umfrage, für die 1.013 Erwerbsfähige zwischen 18 und 60
Jahren in Österreich befragt wurden, darunter 963 Berufstätige, ist
ein höheres Gehalt der wichtigste Wechselgrund. Bietet ein
Arbeitgeber kein konkurrenzfähiges, faires Gehalt bzw. stellt gar
keine Information zur Entlohnung im Stelleninserat bereit, so wendet
sich die Mehrheit der potenziellen Kandidat*innen ab.

„Für viele ist das höhere Gehalt eine Grundbedingung bei einem
Jobwechsel, insbesondere für jene, die in einem aufrechten
Arbeitsverhältnis, aber offen für etwas Neues sind. Dennoch ist in
manchen Inseraten von ‚marktkonformer Bezahlung‘ oder vom
‚Mindestgehalt laut Kollektivvertrag‘ die Rede – damit geben sich
Talente heutzutage jedoch nicht zufrieden. Wenn Interessierte beim
Überfliegen einer Stellenanzeige keine konkrete Gehaltsangabe
entdecken, ziehen sie zu besseren Angeboten weiter“, mahnt Konjovic
zu mehr Gehaltstransparenz in Stelleninseraten.

Weitere Studienergebnisse finden Sie im Factsheet „So ticken
Talente“ .