Hochschule Campus Wien: Baufachtagung beschäftigt sich mit Ideen für Innovation und Ressourceneffizienz in der Bauwirtschaft

Wien (OTS) – Nachhaltig und ressourcenschonend bauen – wie kann die
Bauwirtschaft
innovativer und ressourceneffizienter gestaltet werden? Die 3.
Baufachtagung an der Hochschule Campus Wien am 25. September 2025
lieferte dazu wertvolle Impulse und praxisnahe Ansätze. Mehr als
hundert Teilnehmer*innen kamen zur Fachtagung und machten die
Veranstaltung erneut zu einem zentralen Treffpunkt für die
Bauwirtschaft.

Zwtl.: Doris Link: Hochschule Campus Wien ist zukunftsfit

Eröffnet wurde die Baufachtagung von Doris Link , COO der
Hochschule Campus Wien. In ihrer Rede hob sie hervor, wie wichtig es
sei, beim Thema Innovation und Ressourceneffizienz konsequent am Ball
zu bleiben, um echte Fortschritte zu erzielen. Nur durch
kontinuierliche Weiterentwicklung und neue Ansätze könnten
nachhaltige Impulse für die Bauwirtschaft gesetzt werden. Die
Baufachtagung sei ein weiterer Baustein hierfür. „Die Veranstaltung
deckt sich sehr schlüssig mit den drei Säulen unserer Strategie 2030,
nämlich Relevanz, Qualität und Sichtbarkeit. Darüber hinaus verfolgt
die Hochschule Campus Wien das Ziel, eine der führenden Hochschulen
in Europa zu werden. Mit dem erfreulichen Rekord an Studienbewerber*
innen blicken wir über die Grenzen Wiens und in Zukunft hoffentlich
bald auch über die Grenzen Österreichs hinweg.“

Zwtl.: Claudia Link: Neue Impulse für nachhaltige Bauwirtschaft

Claudia Link , Leiterin des Departments Bauen und Gestalten an
der Hochschule Campus Wien, wies in ihrer Begrüßung darauf hin, dass
die Baufachtagung vor drei Jahren von Martin Stopfer, dem Leiter des
Bauherrnmanagements und Doris Link, ihrer Vorgängerin als Leiterin
des Departments Bauen und Gestalten, initiiert wurde und positiv
angenommen wird. „Die Bauindustrie steht an einem Wendepunkt.
Innovation und Ressourceneffizienz sind keine Optionen, sondern
unsere klare Verantwortung. Bei unserer Baufachtagung suchen wir
gemeinsam Wege, um nachhaltiger und besser zu planen, zu bauen und zu
wirtschaften.“

Zwtl.: Keynote-Speaker Markus Hengstschläger: KI Ist Leittechnologie

Markus Hengstschläger , Vorstand des Instituts für Medizinische
Genetik an der Medizinischen Universität Wien, geht in seiner Keynote
auf die Schnittstelle Mensch und Maschine und damit die Bedeutung von
KI ein. Er erklärt, dass Google Analytics nach 50 Suchanfragen einer
Person diesen Menschen besser kenne als seine engsten Freunde und
Familie. „Wir brauchen eine kooperative Intelligenz zwischen Menschen
und Maschine. Die Frage, ob wir uns an der KI-Technologie beteiligen,
ist so sinnvoll wie die Diskussion, ob wir uns mit Elektrizität
beschäftigen.“

Themen der Baufachtagung reichen von Digitalisierung, F&E,
Materialinnovationen und zirkuläre Bauwirtschaft bis zur Zukunft des
Bauens mit BIM und Lean Construction

Die Vorträge der Bauexpert*innen beschäftigten sich mit Fragen
des klimaschonenden, günstigen Wohnbaus, wie man Data Science noch
besser zur Umsetzung von Bauprojekten nutzen kann, bis hin zu
innovativen Vorschlägen zur nachhaltigen Zementproduktion und zum
Recycling von Styropor.

Zwtl.: Brückeninstandsetzungen sind nachhaltiger als Neubauten – ab
2040 muss gehandelt werden

In Österreich gibt es mehr als 70.000 Brücken. Ein Großteil davon
wurde im Zeitraum 1960 bis 1970 gebaut. Markus Vill , Leiter des
Forschungszentrums Bauen und Gestalten an der Hochschule Campus Wien,
wies darauf hin, dass mit einem Maximalalter von 80 Jahren ab 2040
viele Brücken neu gebaut werden müssten. „Brückenabriss und
Brückenneubauten verursachen aber viele Emissionen. Wenn wir die
Pariser Klimaziele erreichen wollen, ist die Instandsetzung von
Brücken die erste Wahl. Unser Ziel ist, mit Brückeninstandsetzungen,
die gleichzeitig eine Verstärkung der Brücke darstellen, die
angestrebte Lebensdauer von 80 bis 100 Jahren nach Möglichkeit auf
100 bis 120 Jahre auszudehnen. Damit wollen wir die Bauwerke, solange
es geht, erhalten. Brückenverstärkungen sind wesentlich
kostengünstiger als Neubauten, sie machen etwa zehn bis 25 % der
Kosten einer neuen Brücke aus.“

Vill wies auf modernste Technologien zur Beurteilung von Schäden
bei Brücken hin – von Ultraschalluntersuchungen über endoskopische
Videoaufnahmen im Inneren der Brücke bis hin zu Satellitenbildern,
die Veränderungen von Brücken bereits im Millimeterbereich
feststellen können. Darüber hinaus gibt es neue Wege, Brücken
technisch zu verstärken und ihre Tragfähigkeit zu erhöhen. Zum
Einsatz kommen hier Betonergänzungen, Spannstangen, externe
Verspannung, geklebte Carbon-Verstärkungen und große Betonschrauben.
Markus Vill schlägt vor, genau zu untersuchen, bei welchen Brücken
eine Verstärkung und Instandsetzung aus Sicht einer
Lebenszyklusbetrachtung die beste Lösung ist und nur jene Brücken zu
erneuern, die nicht verstärkt werden können. So können bestehende
Ressourcen weiter genutzt werden.

Weitere Informationen:

Finden Sie hier den Baufachtagungsband 2025.

Zwtl.: Hochschule Campus Wien

Mit rund 9.100 Studierenden an zwei Standorten und zwei
Kooperationsstandorten ist die Hochschule Campus Wien die größte
Fachhochschule Österreichs. In den Departments Angewandte
Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen und Gestalten,
Gesundheitswissenschaften, Soziales, Technik sowie Verwaltung,
Wirtschaft, Sicherheit, Politik steht ein Angebot von nahezu 70
Studienprogrammen in berufsbegleitender und Vollzeit-Form zur
Auswahl. Anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung wird in zehn
fachspezifischen Forschungszentren gebündelt. Fort- und Weiterbildung
in Form von Seminaren, Modulen und Zertifikatsprogrammen deckt die
Hochschule über die Hochschule Campus Wien Academy ab. Die Hochschule
Campus Wien ist Gründungsmitglied im Bündnis Nachhaltige Hochschulen.

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