„kulturMontag“ über Neues von Dan Brown, das Phänomen „Die Fledermaus“ und den Boykott von israelischen Kulturschaffenden

Wien (OTS) – Der von Peter Schneeberger präsentierte „kulturMontag“
am 29.
September 2025 um 22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON berichtet über
Dan Browns neuen Bestseller und hat den Starautor zum Interview
getroffen. Außerdem befasst sich die Sendung mit dem Phänomen
„Fledermaus“ – der heute weltweit beliebten Operette, die anlässlich
des 200. Geburtstags des Jahresregenten Johann Strauss Sohn mehrere
Musiktheater auf dem Spielplan haben. Weiters ist der Boykott gegen
israelische Kulturschaffende Thema im Magazin, Peter Schneeberger
spricht darüber live mit der österreichischen Schriftstellerin,
Historikerin und Journalistin Eva Menasse. Anschließend steht um
23.15 Uhr die Dokumentation „Black + White – Jazzlegende Oscar
Peterson“, anlässlich Petersons Geburtstags, der sich am 15. August
zum 100. Mal jährte, auf dem Programm.

Rätseln auf der Spur – Dan Browns neuer Bestseller

Der neue Thriller „The Secret of Secrets“ stürmt nur wenige Tage
nach der weltweiten Veröffentlichung an die Spitze der Literatur-
Charts. Kein Wunder, stammt er doch aus der Feder des US-
amerikanischen Bestsellerautors Dan Brown. Acht lange Jahre mussten
seine Fans auf das neue Abenteuer warten. Jetzt ist die detektivische
Spürnase Robert Langdon zurück und will in dem 800 Seiten starken
Thriller das Geheimnis aller Geheimnisse lösen. Dafür schickt ihn
sein Erfinder nach Prag. Vor 25 Jahren gelang dem ehemaligen
Englischlehrer mit „Illuminati“ der Durchbruch. Mit seinem „Da Vinci
Code“, das in 35 Ländern veröffentlicht wurde, katapultierte sich der
heute 61-Jährige zu einem der erfolgreichsten Schriftsteller der
Literaturgeschichte. Seine Bücher wurden in 56 Sprachen übersetzt und
erreichten eine weltweite Auflage von 250 Millionen Exemplaren. Der
„kulturMontag“ hat den Starautor in Hamburg zum Interview getroffen.

Rauschhaft und raffiniert – Das Phänomen „Fledermaus“

Sie gilt als Königin der Operette: „Die Fledermaus“ von Johann
Strauss. Sie ist 151 Jahre alt und obwohl die Wiener Uraufführung
bloß ein „Achtungserfolg“ war, wurde die Operette durch ihre
Übernahme in Berlin zu einem weltweiten Hit. Zum 200. Geburtstag des
Jahresregenten lassen sich gleich mehrere Musiktheater den populären
Kassenschlager nicht entgehen. Volksopern-Intendantin Lotte de Beer
lud zum „Sing along“ und versetzte damit ihr Publikum in verzückte
Champagnerlaune. Am Theater an der Wien liefert der Hausherr selbst,
Stefan Herheim, eine Neuinszenierung – wurde das walzerselige Werk
rund um Intrigen, Verwechslungen und amouröse Abenteuer doch am 5.
April 1874 ebendort an der heutigen Wienzeile uraufgeführt. Wie
konnte der Siegeszug dieser Operette zwischen Boulevardtheater und
großer Oper rund um die Welt gelingen? Was ist so zeitlos und so
populär? Und ist „Die Fledermaus“ in der österreichischen, zumindest
in der Wiener, DNA fest verankert? Der „kulturMontag“ beleuchtet das
Phänomen „Fledermaus“.

Unter Generalverdacht – Der Boykott gegen israelische
Kunstschaffende

Vor zwei Jahren, am 7. Oktober 2023, überfielen Terror-Kommandos
der radikalislamischen Hamas den Süden Israels und verübten das
blutigste Massaker in der Geschichte des Landes: Mehr als 1.200
Israelis wurden getötet, 251 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen
verschleppt. Als Reaktion auf den Hamas-Überfall geht Israel seither
massiv militärisch im Gazastreifen vor. Mit der unverhohlen
vorgetragenen Idee von Premier Benjamin Netanjahu, die Palästinenser
aus Gaza zu vertreiben, nimmt die Kritik an Israel zu. In Hollywood
ist nach einem Boykottaufruf die Liste derer, die nicht mehr mit
israelischen Filmemacherinnen und -machern zusammenarbeiten wollen,
lang. Auch in Europa werden israelische Künstler:innen unverhohlen
abgelehnt. Ebenso sorgt Israels mögliche Teilnahme beim ESC für
heftige Debatten bei den Nationen. Großdemonstrationen für Palästina,
die Sanktionen gegen Israel fordern, stehen weltweit auf der
Tagesordnung. Doch soll man wirklich das ganze Land pauschal
boykottieren, wenn Machthaber in Gaza das humanitäre Völkerrecht
brechen? Werden jüdische Künstler:innen automatisch in Sippenhaftung
genommen, nur weil sie Juden sind? Ist Israels Kulturszene für
Handlungen von Benjamin Netanjahus Kabinett verantwortlich? Darüber
spricht Peter Schneeberger via Live-Schaltung mit der
österreichischen Schriftstellerin, Historikerin und Journalistin Eva
Menasse. Die 55-jährige Wienerin, die seit mehr als 20 Jahren in
Berlin lebt, wird diesen November mit dem Ehrenpreis des
österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln
ausgezeichnet.

Nach dem Magazin: Dokumentation „Black + White – Jazzlegende
Oscar Peterson“ (23.15 Uhr)

Der kanadische Jazzpianist Oscar Peterson war schon zu Lebzeiten
eine Legende. Anlässlich seines Geburtstags, der sich am 15. August
zum 100. Mal jährte, zeigt der ORF ein Porträt des Klaviervirtuosen.
Von niemand Geringerem als Duke Ellington als der „Maharadscha der
Tasten“ bezeichnet, gilt Peterson als einer der technisch
raffiniertesten und melodisch innovativsten Pianisten in der
Geschichte des Jazz. In seiner mehr als 70-jährigen Karriere hat er
200 eigene Alben veröffentlicht und ist auf etwa 400 weiteren zu
hören, hat mehr Platten verkauft und Konzerte gegeben als jeder
andere Pianist des Genres. Barry Avrich hat für seinen Film unzählige
Archivausschnitte aus Interviews und Konzertaufnahmen
zusammengetragen und lässt Musikgrößen wie Ella Fitzgerald, Quincy
Jones, Herbie Hancock und Billy Joel zu Wort kommen.