Wien (OTS) – Zum „Boom“ bei Privatspitälern, von dem heute in einem
„Kurier“-
Artikel berichtet wird, stellt SPÖ-Gesundheitssprecher Rudolf Silvan
klar: „Wenn private Krankenanstalten boomen, muss man sich doch
fragen: Warum fließt dann weiterhin so viel Geld aus den
Sozialversicherungsbeiträgen der Arbeitnehmer*innen in diese
Spitäler?“ In dem Artikel wird der Geschäftsführer eines
Privatspitals mit der Bemerkung zitiert, dass keine Steuergelder in
private Krankenhäuser fließen würden. Dazu Silvan: Steuergelder
fließen nicht. Aber sehr wohl fließen jedes Jahr Millionen an
Sozialversicherungsbeiträgen über den sogenannten
Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (PRIKRAF) an private
Kliniken. Für das Jahr 2025 sind das 204 Millionen Euro – Geld, das
von den Beitragszahler:innen des öffentlichen Gesundheitssystems
aufgebracht wird.“ ****
Silvan kritisiert, dass verschwiegen wird, dass der „Boom“ der
privaten Spitäler mit Mitteln der Sozialversicherten finanziert wird.
„Das schmälert die Wertschätzung für unsere öffentlichen
Gesundheitseinrichtungen, die Tag für Tag die Versorgung der Mehrheit
der Bevölkerung sicherstellen.“ Die SPÖ mit Bundesministerin Korinna
Schumann und Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig in der
Regierung kämpft dafür, das solidarisch finanzierte, öffentliche
Gesundheitssystem zu stärken, gegen eine Zwei-Klassen-Medizin und
dafür, die beste medizinische Versorgung für die Menschen in
Österreich zu gewährleisten. (Schluss) ah/bj