Filmmuseum LAB präsentiert: Neues Zentrum für filmisches Kulturerbe im Wiener Arsenal

Wien (OTS) – Mit einer Presseführung im Beisein von Vizekanzler
Andreas Babler,
der amtsführenden Stadträtin für Kultur und Wissenschaft in Wien
Veronica Kaup-Hasler, Filmmuseum-Direktor Michael Loebenstein und ART
for ART-Geschäftsführerin Petra Höfinger wurde am 24. September das
Filmmuseum LAB am Gelände des Wiener Arsenals offiziell vorgestellt.
Der neue Standort des Österreichischen Filmmuseums ist ein
zukunftsweisendes Kompetenzzentrum für Sammlung, Erhaltung,
Digitalisierung und Erforschung von Filmen und filmbezogenen
Materialien – ermöglicht durch ein einstimmiges und zügig umgesetztes
Bekenntnis von Bund und Stadt Wien zur gemeinsamen Verantwortung für
unverzichtbare kulturelle Infrastruktur.

Zwtl.: Ein Meilenstein für Sammlung, Forschung und Vermittlung

Nach dem abgeschlossenen Umzug im Frühsommer 2025 und der
schrittweisen Inbetriebnahme in den letzten Monaten markiert das
Filmmuseum LAB einen bedeutenden Meilenstein in der Weiterentwicklung
des Österreichischen Filmmuseums. Auf rund 1.500 Quadratmetern
beherbergt das Gebäude ein hochmodernes Museumsdepot, spezialisierte
Arbeitsräume für Restaurierung, Archivierung und Digitalisierung
sowie Flächen für Forschung und Vermittlung. Rund 85.000 Filmdosen,
5.000 Kassetten und zehntausende Plakate, Fotografien, Drehbücher und
Schriftstücke haben hier ein neues, professionell ausgestattetes
Zuhause gefunden.

„Das Österreichische Filmmuseum steht seit Jahrzehnten für
international anerkannte Exzellenz in der Sammlung, Erschließung,
Bewahrung und Vermittlung von Filmkultur. Mit dem neuen Filmmuseum
LAB haben wir nun auch die räumlichen und technischen
Voraussetzungen, diese Arbeit unter bestmöglichen Bedingungen
fortzuführen“ , erklärte Direktor Michael Loebenstein und setzte
fort: „Dies betrifft nicht nur die exzellenten technischen
Voraussetzungen zur Lagerung wertvollen Kulturguts, sondern auch die
verbesserten Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter*innen, die
unsere Sammlungen bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich machen.”

Zwtl.: Infrastruktur für eine Institution mit internationaler
Strahlkraft

Auch Kulturminister Andreas Babler unterstrich die Bedeutung des
Hauses: „Die Ausstellungen des Österreichischen Filmmuseums finden
bekanntlich auf der Leinwand statt. Um das Publikum des ‚Unsichtbaren
Kinos‘ tagtäglich mit wohl überlegtem Programm beglücken zu können
und die Archivpartner des Museums im In- und Ausland bestmöglich mit
Filmen zu versorgen, braucht es zeitgemäße Werkstätten, Lager- und
Forschungsräume. Das Filmmuseum LAB setzt neue Qualitätsstandards in
der Bewahrung und Sichtbarmachung des filmkulturellen Erbes und
liefert damit auch spannende Neuentdeckungen für das Publikum!
Synergien gibt es beim Filmmuseum LAB zudem nicht nur zwischen den
Institutionen des Kulturclusters Arsenal, die zeitgemäße
Forschungswerkstatt für den Film ist auch ein perfektes Beispiel
dafür, was erreicht werden kann, wenn Bund und Länder an einem Strang
ziehen. Dafür danke ich meiner Kollegin Veronica Kaup-Hasler sehr.”

Für die Stadt Wien ist das Etablieren neuer kultureller
Infrastrukturen und das Nutzen von Synergien im Arsenal ebenso ein
wichtiger Faktor: „Mit dem im Frühjahr eröffneten FOTO ARSENAL WIEN
stärkt das Filmmuseum LAB das Herz eines neuen kulturellen Zentrums.
In der Konstellation der räumlichen Nähe und der gebündelten
Kompetenzen zur Bewahrung, Präsentation und Vermittlung
audiovisueller Medien öffnen sich stetig neue Perspektiven für
Forschung, Vermittlung und kulturelle Teilhabe“ , betonte die
amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft in Wien, Veronica
Kaup-Hasler, die Bedeutung des nach zwei Jahren erfolgreich
abgeschlossenen Bauprojektes.

Zwtl.: Ein gemeinsames Vorhaben im Kulturcluster Arsenal

Errichtet wurde das Filmmuseum LAB in einem adaptierten
Gebäudeteil der ART for ART Dekorationswerkstätten. Dieser sogenannte
Bauteil A beherbergte ursprünglich Verwaltungs- und Garagenflächen
und wurde ab 2023 einer Grundsanierung und Aufstockung unterzogen.
Petra Höfinger, Geschäftsführerin von ART for ART, betonte die
Bedeutung des Standorts: „Für ART for ART ist das Filmmuseum viel
mehr als ein weiterer Nutzer unseres Areals – es ist ein engagierter
Partner in dem gemeinsamen Bestreben, das Arsenal zu einem
pulsierenden Zentrum kultureller Vielfalt zu formen. Es erfüllt mich
mit Freude, räumliche und technische Ressourcen bereitzustellen, um
die herausragende Arbeit des Filmmuseums noch sichtbarer zu machen.“

Das neue Filmmuseum LAB ergänzt den zentralen Kinostandort des
Österreichischen Filmmuseums im Gebäude der Albertina um eine moderne
und funktionale Infrastruktur. Es stärkt nicht nur die internationale
Vernetzung im Bereich Archivierung und Digitalisierung, sondern
schafft die Basis für neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit
Universitäten, Forschungsinstitutionen und der kreativen Filmszene.
Durch seine Kombination aus Depot und Forschungsraum ist das
Filmmuseum LAB ein in Österreich einzigartiger Ort – und ein
zentraler Beitrag zur Sicherung und Weiterentwicklung des
audiovisuellen Erbes.

Zwtl.: Der größte Umzug in der Geschichte des Hauses

„Es war das größte Veränderungsprojekt in der 60-jährigen
Geschichte des Österreichischen Filmmuseums. Die 85 Lkw-Fuhren
bewegten nicht nur 500.000 Objekte sprich 85.000 Filmdosen, 38.000
Filmtitel, tausende Schriften, Plakate, wertvolle Vor- und Nachlässe
usw., sondern beförderten damit das Filmmuseum in eine neue Ära – in
der wir noch sehr viel vorhaben“ , fasste Michael Loebenstein den
Umzug ins neue Filmmuseum LAB abschließend zusammen.

Zwtl.: Das Filmmuseum LAB wirkt über seine Mauern hinaus

Ein Vorhaben, das bereits in diesen Tagen sichtbar wird, ist die
Veröffentlichung erster digitalisierter Bestände im Rahmen des
Förderprogramms „Kulturerbe digital“ – unterstützt von BMWKMS und
NextGenerationEU. Als neuer Partner im Kulturpool , präsentiert das
Österreichische Filmmuseum seit September erste Highlights aus seinen
Sammlungen auf dem zentralen Portal für digitalisiertes Kulturerbe
aus österreichischen Museen, Archiven und Bibliotheken. Besonders
hervorzuheben sind zentrale Werke des Filmemachers und
Medienkünstlers Gustav Deutsch, die damit vom Filmmuseum erstmals in
digitaler Form online zugänglich gemacht werden.

Fotos vom Filmmuseum LAB