Gemeinsam für eine fälschungssichere Arzneimittelversorgung

Wien (OTS) – Anlässlich des bevorstehenden World Pharmacists Day am
25. September
betont Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG, die zentrale
Rolle der Apotheken bei der sicheren Versorgung der Bevölkerung mit
Arzneimitteln und ihren Beitrag zum Schutz vor gefälschten oder
illegalen Medikamenten:
„In der Vertriebskette sind die Apotheken jene Stellen, die
Patientinnen und Patienten am nächsten sind. Sie tragen als
Anlaufstelle für jene, die Medikamente benötigen, eine große
Verantwortung für deren fachgerechte Abgabe. Jährlich liefern die
pharmazeutischen Unternehmen rund 200 Millionen Arzneimittelpackungen
über den Großhandel an Österreichs Apotheken. Das vorgelagerte
Zusammenwirken muss zwischen allen Beteiligten entsprechend
reibungslos funktionieren, um die bestmögliche Versorgung mit
Medikamenten gewährleisten zu können und zu verhindern, dass
Fälschungen in die legale Lieferkette gelangen.“

Erst Anfang September warnte die Österreichische Agentur für
Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) vor illegalen und
gesundheitsgefährdenden Produkten, die zunehmend über das Internet
verkauft werden. Besonders häufig handelte es sich um Präparate zur
Gewichtsreduktion und zur Behandlung von Diabetes. Dass der illegale
Handel aktiv ist, zeigt auch der heuer veröffentlichte
Produktpirateriebericht des Finanzministeriums, demzufolge rund
378.000 gefälschte oder illegale Medikamente beschlagnahmt wurden.

„Jedes gefälschte Medikament ist eines zu viel. Der Schutz der
Patientinnen und Patienten muss oberste Priorität haben und wird
entlang der legalen Lieferkette sichergestellt“, betont Herzog. Bevor
ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel über die Tara der Apotheke
in die Hände von Patientinnen und Patienten gelangt, wird dessen
Echtheit anhand von Sicherheitsmerkmalen überprüft. Gibt es
Unstimmigkeiten, schlägt das System Alarm und das Produkt darf nicht
abgegeben werden.

„Rezeptpflichtige Arzneimittel über das Internet zu kaufen, ist in
Österreich verboten. Scheinbar günstige Angebote dubioser Online-
Händler sind eine Gefahr für die Gesundheit, denn Fälschungen
unterliegen keinerlei Qualitätskontrolle. Wer sie einnimmt, riskiert
im schlimmsten Fall sogar sein Leben. Nur wer rezeptpflichtige
Arzneimittel in der Apotheke oder beim hausapothekenführenden Arzt
bezieht, kann dieses Risiko vermeiden und hilft gleichzeitig,
Fälscherbanden das Handwerk zu legen“, erklärt Herzog.

Rezeptfreie Medikamente dürfen auch via Online-Apotheken verkauft
werden. Um Patientinnen und Patienten dabei zu schützen, wurde auf EU
-Ebene ein Sicherheitslogo eingeführt. Es erscheint auf den Websites
offiziell registrierter Apotheken und ist direkt mit dem nationalen
Register verlinkt, das alle legalen Online-Apotheken auflistet. Fehlt
das Logo oder ist die entsprechende Online-Apotheke in diesem
Register nicht gelistet, handelt es sich um einen illegalen Anbieter.
Nähere Informationen dazu bietet die Website der österreichischen
Arzneimittelbehörde .

Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige
Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit
hat der Verband ca. 120 Mitglieder (Stand September 2025), die den
Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre
Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit
mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und
Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.