Wien (OTS) – „Die Verschiebung ist ein wichtiger Schritt, um unseren
Betrieben
Zeit zu geben, sich auf die komplexen Vorgaben der
Entwaldungsverordnung vorzubereiten. Gleichzeitig darf die Verordnung
nicht immer nur vertagt werden. Die bestehenden Probleme müssen
endlich gelöst werden“, betont Jochen Danninger, Generalsekretär der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Die Europäische Kommission hat
vorgeschlagen, die Anwendung der Verordnung bis Ende kommenden Jahres
zu verschieben.
Danninger verweist darauf, dass ohne funktionsfähige IT-Systeme,
die den immensen Datenmengen gewachsen sind, und ohne einheitliche
Standards auf EU-Ebene eine Umsetzung nicht möglich ist. „Gerade
kleine und mittlere Unternehmen verfügen nicht über die Ressourcen,
um diese enormen Anforderungen kurzfristig zu stemmen. Wenn wir ihnen
immer wieder nur mit Aufschüben begegnen, erzeugen wir Unsicherheit
und hemmen Investitionen.“ Aufschub ist gut, löst aber die
unüberwindbaren Probleme bei der Umsetzung aufgrund unklarer Vorgaben
der Verordnung nicht! Der Vorwurf einer überbordenden
unverhältnismäßigen Bürokratie vor allem auch für kleine Unternehmen
in Ländern mit Waldzuwachs wie Österreich bleibt bestehen.
Die WKÖ fordert daher, dass die gewonnene Zeit nun genutzt wird,
um praktikable Lösungen zum Schutz des Waldes und damit der Umwelt
auf den Weg zu bringen. „Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit
dürfen kein Widerspruch sein. Wir stehen zu ambitionierten Zielen,
aber sie müssen so umgesetzt werden, dass sie in der Praxis
funktionieren. Unsere Unternehmen brauchen endlich Planungssicherheit
statt permanenter Unsicherheit und neuer Bürokratie“, so Danninger
abschließend. (PWK388/NIS)