Wien (OTS) – SPÖ-Delegationsleiter und Mitglied im Verkehrsausschuss
des
Europäischen Parlaments über den heutigen Brenner-Gipfel in Tirol
unter Anwesenheit des zuständigen EU-Kommissars Apostolos
Tzitzikostas: „Es ist erfreulich, dass wir heute über eine gemeinsame
europäische Lösung diskutieren, statt – wie oft in der Vergangenheit
– ,Österreich-Shaming‘ zu betreiben. Es bringt uns nicht voran, uns
gegenseitig die Schuld in die Schuhe zu schieben. Wir sind es den
Menschen und der Umwelt in den betreffenden Regionen schuldig, an
einem Strang zu ziehen, um eine nachhaltige Lösung zu finden, von der
alle profitieren. Insbesondere die Menschen in Tirol müssen endlich
von Lärm und Umweltverschmutzung entlastet werden.“ ****
Aber für Schieder reichen gute Gespräche nicht aus: „Ich fordere
den EU-Kommissar auf, sich das von Tirol, Bayern und Südtirol
präsentierte Slot-System nicht nur genau anzuschauen, sondern dieses
auch tatsächlich zu unterstützen. Die Zeit für falsche Zurückhaltung
muss vorbei sein. Anreize zu schaffen, ist wichtig und gut, aber wenn
diese nicht ausreichen, dürfen wir uns einem verpflichtenden
Verkehrsmanagementsystem nicht versperren. Das Gleiche gilt auch für
die Obergrenzen, eine Verlagerungspflicht und Mautzuschläge. Zugleich
müssen wir auf europäischer Ebene dringend das transeuropäische Netz
im Allgemeinen und insbesondere die Zulaufstrecken weiter ausbauen,
um die Strecke entlang des Brenners langfristig zu entlasten. Dafür
muss es auch endlich preislich lohnenswerter werden, mit der Bahn zu
fahren sowie die rechtliche Harmonisierung des Bahnverkehrs in Europa
vorangebracht werden. Die Verlagerung von der Straße auf die Schiene
muss vom Mantra endlich zur Realität werden. Das ist die einzige
wirklich nachhaltige Lösung, die uns auch bei der Erreichung unserer
Klimaziele unterstützen wird.“ (Schluss) le/lw