„Bewusst gesund“ über die Bedeutung geistiger Fitness zur Vorbeugung von Demenz

Wien (OTS) – Dr. Christine Reiler präsentiert im
ORF-Gesundheitsmagazin „Bewusst
gesund“ am Samstag, dem 20. September 2025, um 17.30 Uhr in ORF 2 und
auf ORF ON folgende Beiträge:

„Gehirnspaziergang“ – auch die geistige Fitness will trainiert
sein

Das menschliche Gehirn besteht aus rund 85 Milliarden
Nervenzellen. Durch geistige Aktivität schließen sich diese zu einem
großen Nervennetzwerk zusammen. Im Laufe des Lebens verlieren wir
diese Verbindungen allerdings nach und nach. Deshalb ist regelmäßiges
Gehirntraining wichtig – zum Beispiel in Form eines besonderen
Spaziergangs in der Natur. Beim Gehirnspaziergang geht es darum, sich
während des Gehens auch geistig herauszufordern, mit Übungen zur
Wortfindung oder zur Stärkung des sogenannten Arbeitsgedächtnisses.
Dadurch entstehen neue Verbindungen im Gehirn. Eine ideale
Kombination also. Denn zur Vorbeugung von Demenz ist die geistige
Fitness genauso wichtig wie die körperliche. Gestaltung: Vroni Brix

Studiogespräch zum Welt-Alzheimer-Tag am 21. September

Demenzerkrankungen gehören zu den größten Herausforderungen
unserer Zeit. Weltweit leben derzeit rund 35 Millionen Menschen mit
einer Form von Demenz – die häufigste ist Alzheimer. Ein neues
Medikament, von dem sich die Medizin viel verspricht, ist seit April
in der EU zugelassen. In Österreich hat vor knapp drei Wochen
erstmals ein Patient die neue Therapie erhalten, die direkt in den
Krankheitsverlauf eingreift: Das Medikament Lecanemab ist ein
Antikörper, der schädliche Eiweißablagerungen im Gehirn erkennt und
den Körper dabei unterstützt, sie abzubauen. Bei früher Anwendung
kann das Fortschreiten der Erkrankung dadurch um etwa 30 Prozent
verlangsamt werden. Ein zweiter Antikörper, Donanemab, der an einer
späteren Aggregationsstufe ansetzt, soll noch im Herbst in der EU
zugelassen werden. Die neue Therapie verspricht zwar keine Heilung,
schenkt Betroffenen jedoch wertvolle Zeit mit besserer geistiger
Leistungsfähigkeit. Zudem laufen derzeit mehr als 140 internationale
Studien, in denen Forscherteams bereits Wirkstoffe prüfen, die
Alzheimer zukünftig sogar vorbeugen könnten, erläutert Dr. Christian
Bancher, Leiter der Neurologie am Landesklinikum Horn.

Als Teil des ORF-Programmschwerpunkts zum Internationalen Tag der
Gebärdensprachen: Gehörlosenforscher – Vom Sohn eines Gehörlosen zum
medizinischen Pionier

Der oberösterreichische Neurologe und Psychiater Dr. Johannes
Fellinger gilt als Koryphäe der Gehörlosenarbeit. Als Sohn des
gehörlosen Künstlers Matthäus Fellinger musste er sich bereits im
frühen Kindesalter mit den Grenzen von Kommunikation beschäftigen. Zu
sehen, wie Menschen mit Gehörlosigkeit im Krankenhaus behandelt
wurden, war für Fellinger Initialzündung für sein späteres
Medizinstudium sowie für sein Engagement in der Gehörlosenforschung.
So gründete er nicht nur die erste Gehörlosenambulanz Österreichs,
sondern entwickelte darüber hinaus ein eigenes Konzept für ein
therapeutisches Gemeinschaftsleben: In der „Lebenswelt“ haben
Menschen, die früher isoliert in ihren Familien oder in anderen
Einrichtungen lebten, die Möglichkeit, sich in ihrer eigenen
Sprachgemeinschaft zu bewegen und zu entwickeln. Gestaltung: Daniel
Thalhamer

„Bewusst gesund“-Tipp zum Thema Erysipel (Wundrose)

Bei einem Erysipel – besser bekannt als Wundrose oder Rotlauf –
handelt es sich um eine entzündliche Hauterkrankung, die durch
Bakterien ausgelöst wird. Beispielsweise, wenn durch eine Verletzung
der Haut Streptokokken in den Körper eindringen. Die Erkrankung ist
schmerzhaft und tritt meistens am Bein/Unterschenkel oder im Gesicht
auf. Als Hauptsymptom ist häufig eine scharf begrenzte Rötung in
Kombination mit einer Schwellung zu sehen. Auch Fieber und ein
allgemeines Krankheitsgefühl können auftreten. Wie man ein Erysipel
erkennt und wie es behandelt wird, erklärt Univ.-Prof. Dr. Siegfried
Meryn.

Holunder – der „Arzt im Blätterrock“

Holunder ist weit mehr als ein hübscher Strauch am Wegesrand. Die
Blüten wirken schweißtreibend, fiebersenkend und entzündungshemmend.
Die dunklen Beeren sind im Herbst vor allem in der Küche gefragt –
allerdings nur gekocht, denn roh enthalten sie geringe Mengen
giftiger Blausäureverbindungen. Richtig verarbeitet, liefern sie
jedoch Vitamin C, sehr viel Eisen und helfen sogar dabei, den
Fettstoffwechsel zu verbessern. Die entzündungshemmenden
Eigenschaften des Holunders helfen bei Hautproblemen – sei es im Bad,
als Öl oder Tinktur. Schon die Germanen glaubten, im „Hollerbusch“
wohne die Göttin Holda – besser bekannt als Frau Holle. Sie brachte
Glück und gutes Wetter. Holunder ist der stille Star in unseren
Gärten. Oder, wie es ein altes Sprichwort sagt: „Vor dem Holunder
sollst du den Hut ziehen.“ Gestaltung: Larissa Putz