Wien (OTS) – Werbung und Kommunikation prägen die Gesellschaft,
besonders was
Rollenbilder und Vorstellungen von Geschlecht, Sexualität und
Identität betrifft. Mit “ans:wer – Agenturen Netzwerk sexismusfreie
Werbung” startet eine neue Initiative in der Branche. Am Abend des
16. September fand das offizielle Kick-Off-Event im Wiener Rathaus
mit über 100 Vertreter:innen aus Agenturen, Firmen und Organisationen
statt. Bei diesem Startschuss wurden die Ziele, Angebote und
Mitmachmöglichkeiten von ans:wer präsentiert und die Vernetzung zum
Thema gestartet.
“Nicht zuletzt durch immer stärker werdende Bedeutung der
digitalen Welt sind wir mehr denn je mit Schönheitsidealen und
sexualisierter Werbung umgeben. Besonders Mädchen und junge Frauen
werden permanent mit einengenden Rollenbildern konfrontiert. Werbung
trägt zu stereotypischen Geschlechterrollen bei und kann sexistische
Botschaften verstärken. Als Stadt Wien unterstützen wir die
Brancheninitiative, sich mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen und
gemeinsam die vorherrschenden Klischees zu verändern”, erklärt die
Wiener Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaàl . Der
Aufbau des Netzwerkes wurde durch das Frauenservice der Stadt Wien (
MA 57) unterstützt.
ans:wer hat es sich zum Ziel gesetzt, das Gespräch über Sexismus,
Geschlechterstereotypen und die Darstellung von Sexualität und
Identität in der Werbung wieder zu starten. “Wir wollen aus der
Branche für die Branche Veränderung aktiv gestalten. Werbung
beeinflusst, wie wir die Welt sehen – und wie wir uns selbst
wahrnehmen. Deshalb braucht es ein Umdenken in der Branche . Werbung
muss raus aus den patriarchalen Mustern, rein in eine diverse
Realität”, betont ans:wer-Obfrau Stefanie Grubich, Managing Partnerin
von P&B Agentur für Kommunikation.
Agenturen, Einzelpersonen und Organisationen sind eingeladen,
Mitglied zu werden und damit einen Beitrag für eine
diskriminierungsfreie Werbezukunft zu leisten. Anna Oberdorfer,
Obfrau-Stellvertreterin von ans:wer und Geschäftsführerin von
Visionistas: “Wir glauben an Veränderung durch kreative Verantwortung
und daran, dass es dafür ein starkes Netzwerk braucht. Aus dieser
Überzeugung haben sich drei Agenturen zusammengeschlossen und ans:wer
gegründet. Doch wir wollen wachsen – mit jeder neuen Person, Agentur,
Organisation und jedem Unternehmen, das sich uns anschließt.”
Dabei geht es nicht darum, per Fingerzeig zu bewerten, sondern
gemeinsam an Rahmenbedingungen zu arbeiten , die eine vielfältige,
diskriminierungsfreie Werbewelt ermöglichen. Grundlage dafür ist der
Leitfaden “Sexism is sold out – Sexismus in der Werbung vermeiden”
der Stadt Wien. ans:wer Vorstandsmitglied Katharina Augustin von
ankat agency dazu: “Schon der Leitfaden wie auch ans:wer als Netzwerk
ist unter der Einbindung von Agenturen und Stakeholder:innen
entstanden. Dem Wunsch nach mehr Vernetzung, regem Austausch und
praktischen Schulungen wird ans:wer im Angebot für Mitglieder und
Nicht-Mitglieder nachkommen.”
Alle Infos zu ans:wer: www.ans-wer.org
Leitfaden “Sexism is sold out – Sexismus in der Werbung
vermeiden” der Stadt Wien: https://www.wien.gv.at/spezial/werbung-
ohne-sexismus/
Fotos der Kick-Off Veranstaltung hier .