Wien (OTS) – Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag,
dem 15.
September 2025, um 21.20 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON folgende
Beiträge:
Kampf ums Kloster – drei Nonnen wollen bleiben
„Ich sterbe garantiert nicht im Pflegeheim. Da leg’ ich mich lieber
auf eine Wiese“, sagt Klosterschwester Bernadette. Gemeinsam mit
Regina und Rita sorgt sie seit Tagen für Schlagzeilen im In- und
Ausland. Die Augustiner-Chorfrauen sind 81, 86 und 88 Jahre alt. Seit
vergangener Woche sind sie auch Hausbesetzerinnen. Aufgrund ihres
Alters wurden sie seit 2023 nach und nach von dem für sie zuständigen
Probst in ein Seniorenwohnheim übersiedelt. Das wollen die Schwestern
nicht hinnehmen. Auf eigene Faust sind sie ins Kloster Goldenstein
südlich von Salzburg zurückgekehrt, wo sie seit 70 Jahren leben. Die
Schwestern erheben schwere Vorwürfe: Geld und Autos sollen
verschwunden, der Zugriff auf ihre Konten plötzlich nicht mehr
möglich gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft hat das
Ermittlungsverfahren jedoch eingestellt. Die Erklärung für viele
offene Fragen steckt in einem jahrhundertalten Gelübde, das die
Schwestern einst geleistet haben. Laura Mlakar und Oliver Rubenthaler
berichten für „Thema“ über eine Geschichte zwischen Menschlichkeit
und Kirchenrecht.
Ein Jahr nach der Flut – nachgefragt in Atzenbrugg
„Wir können wieder zuhause wohnen, aber die Psyche ist nicht so
schnell saniert wie das Haus“, sagt Werner Haselmayer. Vor einem Jahr
wird er mit einem Boot aus seinem Haus in Atzenbrugg gerettet.
Nachdem es im September vergangenen Jahres mehrere Tage
ununterbrochen regnet, bricht der Perschlingdamm an mehreren Stellen.
Das Wasser überschwemmt flutartig den südlichen Teil von Atzenbrugg.
Auch Sabine Zischkin kann heute wieder in ihrem Haus wohnen. In ihrem
Wohnzimmer stand das Wasser einen Meter hoch. „Ich habe Angst, dass
all die Kraft, die wir in die Renovierung gesteckt haben, umsonst
war, wenn noch einmal so ein Hochwasser kommt“, sagt sie. Wie sicher
ist der Damm heute – ein Jahr nach der Katastrophe? Und wie hat sich
das Leben der Betroffenen verändert? Eine Reportage von Savanka
Schwarz.
30 Jahre „Thema“: Ein Blick zurück – 9/11 Der Terroranschlag in New
York
Die meisten Menschen wissen noch, was sie an diesem Tag gemacht
haben: Am 11. September 2001 fliegen in New York zwei
Passagierflugzeuge in die Türme des World Trade Center. Es ist ein
Teil einer Anschlagsserie durch die Terrorgruppe Al-Quaida, bei der
fast 3.000 Menschen sterben. Die Steirerin Ursula Ueltzhoeffer
verliert dabei ihren Mann John, der zu diesem Zeitpunkt in einem der
Türme arbeitet. Von einer Minute auf die andere ist sie mit drei
kleinen Kindern allein. „Jakob war damals vier, er hat überhaupt
nicht verstanden, dass sowas jemand mit Absicht macht, er wollte
immer nur wissen, wo der Pilot hingeflogen ist und ob er die Türme
nicht gesehen hat“, sagt Ursula Ueltzhoeffer später. Eva Kordesch
blickt zurück auf „Thema“-Reportagen über Menschen aus Österreich,
die den Anschlag miterlebt haben und für die danach nichts mehr so
war wie zuvor.