Bundesheer: Entminungsdienst stellt über 17 Tonnen Kriegsrelikte sicher

Wien (OTS) – Der Entminungsdienst des Bundesheeres (EMD) zeigt auch
in den ersten
acht Monaten dieses Jahres erneut, wie groß die Gefahr durch
historische Kriegsrelikte in Österreich weiterhin ist. Im Zeitraum
von Jänner bis August 2025 wurden dem EMD insgesamt 802 Fund- und
Wahrnehmungsmeldungen übermittelt, die allein im Monat August zu 113
Einsätzen führten. Insgesamt wurde in den letzten acht Monaten
Kriegsreliktmaterial mit einem Gesamtgewicht von über 17 Tonnen
geborgen, untersucht, bewertet, abtransportiert und unschädlich
gemacht.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: „Diese Zahlen machen
eindrücklich klar, dass das Thema Kriegsrelikte keineswegs der
Vergangenheit angehört. Mit über 17 Tonnen geborgenen Materialien und
unermüdlichen Einsätzen von Jänner bis August 2025 zeigt der
Entminungsdienst des Bundesheeres, wie zentral Sicherheit für uns
ist. Mein Dank gilt unseren Spezialistinnen und Spezialisten, die Tag
und Nacht für die Bevölkerung bereitstehen.“

In Niederösterreich war der EMD in diesem Jahr besonders aktiv,
mit jeweils deutlich über 55 Einsätzen in den Monaten März und Juni.
In Oberösterreich wurden allein im März 26 Einsätze verzeichnet,
dicht gefolgt von Wien mit 24 Einsätzen im Mai. In der Steiermark
waren es von Jahresbeginn bis August insgesamt 95 Einsätze, in
Kärnten 60. Im Burgenland meldete der EMD im selben Zeitraum 44
Einsätze, in Tirol 34. Salzburg mit 11 Einsätzen und Vorarlberg mit 9
Einsätzen bilden das Schlusslicht. Besonders hervorzuheben ist der
Monat Jänner dieses Jahres, in dem 3.458,70 Kilogramm Kriegsmaterial
sichergestellt wurden.

Der unsachgemäße Umgang mit Munition und Sprengmitteln ist für
unbefugte Personen lebensgefährlich. Wenn ein Objekt aufgefunden
wird, das in Herkunft oder Beschaffenheit verdächtig erscheint,
sollte man unverzüglich Abstand wahren, dafür sorgen, dass weder
Menschen noch Tiere sich dem Fund nähern, und die nächste
Polizeidienststelle verständigen. Im Anschluss werden spezialisierte
Kräfte des EMD des Bundesheeres alarmiert, die das Kriegsrelikt
fachgerecht entschärfen und sicher abtransportieren.

Der EMD ist eine eigenständige Dienststelle innerhalb des
Bundesministeriums für Landesverteidigung, die seit dem 1. Jänner
2013 im Zuge einer strukturellen Neuordnung vom Innenministerium zum
Verteidigungsministerium wechselte. Die Experten des EMD sind auf
jede Art von Munition spezialisiert, die vor 1955 hergestellt wurde
und auf österreichischem Staatsgebiet gefunden wird. Dank der 24-
Stunden-Rufbereitschaft sind sie in der Lage, binnen kürzester Zeit
vor Ort zu sein, verdächtige Funde genau zu untersuchen und Gefahren
aus vergangenen Kriegen zu beseitigen.