ÖGB-Schuberth zu Shrinkflation-Gesetz: „Richtiger Schritt – aber nur starke Anti-Teuerungskommission kann Konsument:innen schützen”

Wien (OTS) – „Wir begrüßen, dass das Wirtschaftsministerium mit einem
Gesetz gegen
die sogenannte Shrinkflation gegen versteckte Preiserhöhungen
vorgehen will“, erklärt ÖGB Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth.
„Aber das reicht bei weitem nicht aus, die rollende Preislawine zu
stoppen. Was wir in Österreich dringend brauchen, ist eine echte Anti
-Teuerungskommission mit Biss, die konsequent kontrollieren und
sanktionieren kann, nur diese kann uns wirklich vor Preis-Wucher
schützen“, fordert Schuberth einmal mehr.

Anti-Teuerungskommission muss klare Sanktionsmöglichkeiten haben

Eine solche Kommission müsse mit klaren Sanktionsmöglichkeiten
ausgestattet sein und rasch eingreifen können, wenn Unternehmen durch
überhöhte Preise oder undurchsichtige Angebote die Konsument:innen
benachteiligen. „Nur wenn Verstöße auch konsequente Folgen haben,
wird sich an der Supermarktkassa wirklich etwas ändern“, so
Schuberth.

Daten aus Registrierkassen für Transparenz

Besonders wichtig sei die laufende, unabhängige Analyse der
Preisentwicklung. Dazu fordert der ÖGB die verpflichtende Einspeisung
von Daten aus den Registrierkassen in ein zentrales, anonymisiertes
Auswertungssystem. Auf dieser Basis kann die Kommission transparent
und nachvollziehbar beobachten, wie sich Preise entlang der gesamten
Wertschöpfungskette entwickeln. „Nur so lässt sich rechtzeitig
erkennen, wenn Unternehmen ungerechtfertigt ihre Preise erhöhen“,
betont Schuberth abschließend.