Wien (OTS) – „ Der Lernerfolg unserer Kinder und Jugendlichen darf
nicht von
Bildung, Sprache oder dem Geburtsland der Eltern abhängen. Schulen
müssen so ausgestattet werden, dass jedes Kind seine Chance auf
Lernerfolge bekommt. Daher fordert die Arbeiterkammer die
Schulfinanzierung nach dem AK-Chancenindex und begrüßt den geplanten
Chancenbonus des Bildungsministeriums. Die dafür budgetierten Mittel
sind ein erster Schritt und müssen mittelfristig aufgestockt werden,
um Schulen gezielt zu unterstützen und jedem Kind und Jugendlichen
faire Bildungschancen zu bieten ,“ so AK-Präsidentin Renate Anderl.
Die OEDC-Studie „Bildung auf einen Blick“ bestätigt, dass
Bildungskarriere in Österreich stärker vom Bildungshintergrund der
Eltern abhängt als anderswo. Das zeigen die Daten in der am Dienstag
veröffentlichten OECD-Studie. Junge Erwachsene mit zumindest einem
Akademiker-Elternteil haben derzeit eine fast viermal höhere Chance
auf einen Hochschulabschluss als jemand, dessen Eltern nur die
Pflichtschule abgeschlossen haben.
„ Das österreichische Bildungssystem darf nicht länger darauf
setzen, dass Eltern für den Bildungserfolg der Kinder zuständig sind.
Damit jedes Kind Zeit zum Üben, Fragen stellen und Festigen des
Gelernten bekommt, braucht es österreichweit den Ausbau von guten
Ganztagsschulen, “ so AK-Präsidentin Renate Anderl.