Dok 1: „Drei Wochen Handy-Entzug: Das Experiment“ mit Lisa Gadenstätter am 10. September um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON

Wien (OTS) – Kopfschmerzen, Unruhe, Nervosität, Aggressionen und
Phantomklingeln:
Die Entzugserscheinungen bei den Jugendlichen sind heftig. Schuld
daran ist das fehlende Handy. 69 Jugendliche wagen für „Dok 1“ ein
Experiment und verzichten drei Wochen auf ihr Mobilgerät. Heißt:
Keine sozialen Medien, keine Nachrichten, keine Kommunikation. „Dok
1“ begleitet die Jugendlichen durch diese drei Wochen. Vor allem der
Anfang ist hart, denn Jugendliche verbringen im Durchschnitt etwa
fünf Stunden pro Tag mit ihrem Handy und gehören zu einer Generation,
die in der Regel nicht weiß, wie es ist, ohne Smartphone zu leben.
Nach vier bis fünf Tagen sind die Entzugserscheinungen aber
verschwunden und die Jugendlichen entdecken auch die positiven Seiten
des Handyverzichts. Das außergewöhnliche Experiment wird
wissenschaftlich vom Anton Proksch Institut und der Sigmund Freud
PrivatUniversität in Wien begleitet. Eine „Dok 1“-Ausgabe mit Lisa
Gadenstätter, die am Mittwoch, dem 10. September 2025, um 20.15 Uhr
in ORF 1 und auf ORF ON tief in die Gefühls- und Gedankenwelt von 16-
jährigen Schülerinnen und Schülern blickt und aufzeigt, wie abhängig
wir alle mittlerweile von unseren Smartphones sind.

„Wir müssen reden! Der Talk nach dem Handy-Experiment“: Im
Anschluss an das Experiment lädt Lisa Gadenstätter um 21.20 Uhr in
ORF 1 und auf ORF ON zu einer spannenden Live-Gesprächsrunde ins ORF1
-Talk-Studio.

Dok 1: „Drei Wochen Handy-Entzug: Das Experiment“ (20.15 Uhr)

69 Jugendliche. 3 Wochen. 0 Smartphones. Was passiert, wenn man
Jugendlichen das Einzige nimmt, das immer da war und da ist – das
Smartphone? „Dok 1“ wagt ein außergewöhnliches Experiment. 69
Jugendliche eines Oberstufen-Gymnasiums in Gänserndorf verzichten
drei Wochen lang auf ihr Handy. In der Schule – und in der Freizeit.
Keine sozialen Medien, keine Nachrichten, kein Snapchat, kein TikTok,
keine Kommunikation. Eine Generation, die nicht weiß, wie es ist,
ohne Smartphone zu leben, wird in eine Zeit zurückgeworfen, die es
einmal gab.

Im Durchschnitt verbringen junge Menschen etwa fünf Stunden pro
Tag am Handy. Die meiste Zeit davon in sozialen Netzwerken. Die
sogenannten Digital Natives nehmen an der Welt über ihr Handy teil –
es dient zur Kommunikation, zur Unterhaltung, zur Information.
Identitäten werden über Displays entwickelt. Das Smartphone gehört
zum Alltag und ist ein ständiger Begleiter. Was passiert also, wenn
man den Jugendlichen diese Geräte wegnimmt? „Dok 1“ begleitet die
Jugendlichen durch das dreiwöchige Handyexperiment. Wie viele werden
den digitalen Entzug die vollen 21 Tage schaffen? Wie viele werden
aufgeben? Und was sind die größten Hürden, in einem Leben ohne
Smartphone?

Bereits die ersten Tage zeigen Erschreckendes: viele der
Jugendlichen berichten von Entzugserscheinungen. Von Kopfschmerzen,
Unruhe, Nervosität, Aggressionen und Phantomklingeln. Um möglichst
nah in die Gedanken- und Gefühlswelt der Jugendlichen eintauchen zu
können, hat sich Lisa Gadenstätter etwas Besonderes einfallen lassen.
Die Jugendlichen bekommen kleine Kameras, um auch zu jenen Zeiten
ihre Gedanken mitteilen zu können, in denen die „Dok 1“-Crew nicht
dabei ist.

Außerdem können sie ihre Gefühle, Sorgen oder Ängste in offline-
Tagebücher eintragen. Das Ergebnis: berührende, authentische und
aufrüttelnde Aussagen: „Ich vermisse mein Handy! Ich will es endlich
wieder zurückhaben, ich bekomme gar nicht mehr mit, was in der Welt
geschieht.“ „Heute habe ich mein Handy kurz aufgedreht. Als ich es
eingeschalten habe, hatte ich auf WhatsApp 999plus Nachrichten.“ „Ich
konnte nicht einschlafen ohne Handy. Ich hab 2,5 Stunden gebraucht
und heute bin ich aufgewacht und hab solche Kopfschmerzen. Ich merk
auch, wie ich schlechte Laune hab die ganze Zeit. Es ist eine
Katastrophe.“

Nach vier bis fünf Tagen sind die Entzugserscheinungen
verschwunden. Die Jugendlichen entdecken die positiven Seiten des
Handyverzichts. „Ich habe ein Buch gelesen“, „ich habe mich mit
meinen Eltern unterhalten“, „ich höre plötzlich Vögel zwitschern“.
Aussagen wie diese lassen aufhorchen. Die Jugendlichen schlafen
besser und sprechen von einer neuen Freiheit, die sie kennenlernen.

Das Experiment wird wissenschaftlich begleitet – von einer der
führenden Suchtkliniken Europas, dem Anton Proksch Institut, und der
Sigmund Freud PrivatUniversität in Wien. Untersucht wird, wie sich
ein dreiwöchiger Handyverzicht auf Schlafqualität, Stress und
Wohlbefinden auswirkt. Psychologe Oliver Scheibenbogen und Psychiater
Michael Musalek erklären, ab wann man von einer Handysucht sprechen
kann und warum wir eigentlich süchtig werden. Ebenfalls zu Wort kommt
Rap-Superstar RAF Camora, der für „Dok 1“ eines seiner seltenen
Interviews gibt. Im Gespräch mit Lisa Gadenstätter spricht er über
die Gefahren von Social Media und erzählt, warum er selbst immer
wieder monatelang auf soziale Netzwerke verzichtet.
Am Ende dieses außergewöhnlichen Versuchs steht die entscheidende
Frage: wie abhängig sind wir eigentlich und was können wir dagegen
tun?

„Wir müssen reden! Der Talk nach dem Handy-Experiment“ (21.20 Uhr
)

Im Anschluss an das Experiment lädt Lisa Gadenstätter zu einer
anregenden Gesprächsrunde in das ORF-1-Talk-Studio. Expertinnen und
Experten sowie Betroffene diskutieren ihre unmittelbaren Reaktionen,
tauschen ihre Standpunkte und Ansichten aus und schauen nach vorne:
Wie können wir die Ergebnisse des Experiments für uns als
Gesellschaft einordnen? Wie gehen wir mit dem um, was wir soeben
gesehen haben? Welche Schlussfolgerungen für unseren Alltag ziehen
wir und wo besteht Handlungsbedarf für die Politik? Ihre
unmittelbaren Reaktionen, ihre Standpunkte und Perspektiven tauschen
im Talk zu „Drei Wochen Handy-Entzug: Das Experiment“ u. a. folgende
Gäste miteinander aus:

Oliver Scheibenbogen: Der klinische Psychologe ist Leiter der
Ambulanz Treffpunkt 1050 und der Akademie des Anton Proksch
Instituts. Er ist wissenschaftlicher Begleiter des Experiments und
beschäftigt sich schon seit Jahren mit den gesundheitlichen Folgen
und Gefahren eines zu exzessiven Smartphone-Gebrauchs.

Michael Skopek: Der 20-Jährige ist Influencer und Content Creator
und beschäftigt sich viel mit der Frage, wie in der Generation Z das
Smartphone bzw. Social Media genutzt wird. Und er stellt zur
Diskussion, ob und wie man damit regulatorisch umgehen sollte.

Tristan Horx: Der 32-Jährige ist Zukunfts- und Trendforscher. Auf
viele Fragen zum Zustand und zur Zukunft der Digitalisierung und was
all das mit Menschen und Gesellschaft macht und noch machen wird, hat
er Antworten.

Das Experiment wurde im April 2025 gefilmt. Jetzt, mehr als drei
Monate später, hat Lisa Gadenstätter auch bei den teilnehmenden
Jugendlichen noch einmal nachgefragt: Was hat das Experiment mit
ihnen auf Dauer gemacht? Hat sich etwas geändert im Umgang mit
Smartphone und Social Media?

Zu Wort kommt außerdem Rap-Superstar RAF Camora, der so gut wie
nie TV-Interviews gibt. Das Experiment fand er aber so interessant,
dass er mit Lisa Gadenstätter ein Gespräch geführt hat. RAF Camora
verzichtet selbst immer wieder bewusst auf Social Media. Warum er das
tut, wann Social Media für ihn Sinn macht und welche Tipps er für
junge Menschen hat, erzählt er im Gespräch.