Wien (OTS) – Die BOKU University nimmt eine zentrale Rolle in der nun
offiziell
als European Research Infrastructure Consortium (ERIC) anerkannten
Forschungsinfrastruktur DANUBIUS-RI ein. Mit dem neuen Status stärkt
die Europäische Kommission das internationale Zentrum für
fortgeschrittene Studien zu Fluss-Meer-Systemen.
Die BOKU koordiniert mit der Supersite „Upper Danube Austria“ den
österreichischen Beitrag und bringt gemeinsam mit starken nationalen
Partnern ihre umfassende Expertise in den Bereichen Wasser-,
Biodiversitäts- und Klimafolgenforschung ein. Unterstützt wird sie
dabei vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (
BMFWF).
Zwtl.: Europäische Exzellenz vereint für Flüsse und Meere
DANUBIUS-RI – das Internationale Zentrum für fortgeschrittene
Studien zu Fluss-Meer-Systemen – bündelt europaweit wissenschaftliche
Spitzenkompetenz, um drängende Umweltprobleme wie die
Verschlechterung der Wasserqualität, den Verlust biologischer
Vielfalt oder die Veränderungen im Sedimenthaushalt unserer Flüsse zu
erforschen. Diese Ergebnisse helfen, u. a. auch Frühwarnsysteme für
die Reduzierung und Bewältigung von Extremereignissen wie Hochwasser
und Dürren zu entwickeln und Strategien zu erarbeiten, mit denen wir
den Folgen des Klimawandels wirksam begegnen können. Damit schafft
DANUBIUS-RI wissenschaftliche Grundlagen für den Schutz unserer
natürlichen Lebensgrundlagen.
Zwtl.: Österreichs Beitrag: Die Supersite ‚Upper Danube Austria‘
Österreichs Engagement in DANUBIUS-RI manifestiert sich in der
Supersite ‚Upper Danube Austria ‘ , die von der BOKU koordiniert
wird. Sie repräsentiert den Süßwasserbereich der
Forschungsinfrastruktur und umfasst die Obere Donau, ihre
Auenlandschaften sowie voralpine Flüsse wie die Ybbs. Diese Supersite
ermöglicht die langfristige Erhebung multidisziplinärer Daten zu
aquatischen Ökosystemen, ihrer Nutzung sowie zu Managementstrategien
angesichts von Klimawandel, Landnutzungsänderungen und
Extremwetterereignissen.
Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Grundlagen für
resilientes, nachhaltiges Management dieser Ökosysteme zu schaffen –
mit besonderem Fokus auf Artenvielfalt, Hochwasser- und
Dürreereignisse sowie andere klimabedingte Herausforderungen.
Die Supersite wird vom Institut für Hydrobiologie und
Gewässermanagement sowie vom Institut für Wasserbau, Hydraulik und
Fließgewässerforschung der BOKU geleitet. Damit positioniert sich die
BOKU im Herzen einer europaweiten Spitzenforschungsinfrastruktur. In
Kooperation mit elf Forschungspartnern aus sechs österreichischen
Institutionen – darunter die Universitäten Wien, Innsbruck und die TU
Wien, der WasserCluster Lunz sowie das Umweltbundesamt – wird ein
breit aufgestellter, interdisziplinärer Forschungsansatz verfolgt.
Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft
und Forschung (BMFWF), bekräftigt: „Österreichische Universitäten
leisten einen entscheidenden Beitrag, um internationale
Spitzenforschung im Bereich Wasser, Biodiversität und Klimawandel
voranzutreiben. Durch die Beteiligung unterstreicht die BOKU einmal
mehr ihre herausragende Rolle in der europäischen
Wissenschaftslandschaft. Mit dem neuen ERIC-Status können wir die
grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter stärken und damit
innovative Lösungen für die globalen Herausforderungen von heute und
morgen ermöglichen. Wir stehen fest hinter diesem Engagement für
nachhaltige Entwicklung und internationale Vernetzung.“
„Die Supersite ‚Upper Danube Austria‘ ist ein zentrales Element
von DANUBIUS-RI. Sie liefert entscheidende Erkenntnisse über die
Funktionsweise von Fließgewässern und ihre Resilienz gegenüber
menschlichen Eingriffen und Klimaveränderungen“ , betont Thomas Hein
vom BOKU-Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement.
Helmut Habersack vom BOKU-Institut für Wasserbau ergänzt: „Der
ERIC-Status von DANUBIUS-RI verdeutlicht das Potenzial
internationaler Zusammenarbeit. Die österreichische Supersite wird
eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Lösungen für drängende
ökologische und wasserbauliche Herausforderungen im Bereich des
Fließgewässermanagements spielen.“
Zwtl.: Starke Partnerschaft in Europa
DANUBIUS-RI vereint sieben Mitgliedsstaaten: Österreich,
Tschechien, Italien, Moldawien, die Niederlande, Rumänien und das
Vereinigte Königreich. Das zentrale Koordinationszentrum – inklusive
Datenzentrum – befindet sich in Rumänien. Es bildet die Schnittstelle
zur Sammlung, Verwaltung und Bereitstellung wissenschaftlicher Daten
und Erkenntnisse.
Weitere Informationen zur Forschungsinfrastruktur und zur
österreichischen Beteiligung finden Sie unter: