St. Pölten (OTS) – „Durch den Parlamentsbeschluss ist das
österreichische Nein zum
MERCOSUR-Abkommen fix. Die heutige Entscheidung der EU-Kommission ist
unverständlich und ein Angriff auf die heimische Landwirtschaft. Im
Gegensatz zur EU-Kommission nimmt unsere Bundesregierung die Sorgen
und Bedenken der Bäuerinnen und Bauern ernst“, betonen NÖ
Bauernbundobmann LH-Stv. Stephan Pernkopf und NÖ Bauernbunddirektor
Paul Nemecek.
Besonders kritisiert wird das Splitting des MERCOSUR-Abkommens,
mit dem die Vetomöglichkeit der Mitgliedsstaaten umgangen werden
soll. Inhaltlich sind vor allem Importe zu deutlich niedrigeren
Standards den niederösterreichischen Bauernvertretern ein Dorn im
Auge. Nemecek stellt klar: „Billigimporte von Lebensmitteln aus
Südamerika gefährden unsere Versorgungssicherheit. In den MERCOSUR-
Staaten gelten deutlich geringere Umwelt- und Qualitätsstandards. Das
führt zu einem klaren Wettbewerbsnachteil für unsere Landwirtschaft.“
Abschließend verweist Nemecek auf die zukünftige Arbeit des
Europa-Ablegers des Bauernbundes: „Was wir hier sehen, ist das
Ergebnis, wenn die bäuerliche Stimme der Vernunft nicht gehört wird.
Die Anliegen, Sorgen und Herausforderungen der bäuerlichen Betriebe
in der EU dürfen nicht ignoriert werden. Genau dafür schaffen wir mit
dem Europäischen Bauernbund eine starke gemeinsame Stimme.“