Wien (OTS) – –
Versorgungsengpässe bei Medikamenten halten sechs von zehn
Österreicher*innen
für eine realistische Bedrohung
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Politische Lösungsansätze werden eher auf europäischer Ebene
gesehen
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Die Produktion von Medikamenten in Österreich ist 86 Prozent der
Befragten
ein wichtiges Anliegen
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Der Gesundheitszustand der Bevölkerung stabilisiert sich auf
gutem Niveau:
Knapp sieben von zehn Befragten fühlen sich gesund
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Mehr als drei Viertel glauben an den Fortschritt der
medizinischen Wissenschaft und vertrauen auf die Wirksamkeit von
Medikamenten
Zu diesen und vielen weiteren Gesundheits-Themen hat Sandoz die
österreichische Bevölkerung befragen lassen. Durchgeführt wurde die
repräsentative Studie unter 1004 Österreicher*innen im Sommer 2025
vom Institut für empirische Sozialforschung IFES .
Zwtl.: Prof. Dr. Walter Feichtinger, sicherheitspolitischer Experte,
Präsident des Center for Strategic Analysis in Wien
„Versorgungssicherheit wird zur Leitlinie wirtschaftlichen
Handelns, die Reduktion von Abhängigkeiten zum Gebot der Stunde. Der
geopolitische Umbruch wird noch viele Jahre anhalten, Unsicherheiten
werden die Zukunft prägen. Dabei muss nicht immer gleich geschossen
werden – hybride Kampfführung ist das Schlüsselwort. Die Bandbreite
reicht von Falschinformationen über Cyberattacken, Ausfuhrverbote für
strategische Güter wie Seltenerden oder Antibiotika, Öl- und
Gaslieferungen bis zu hin Sabotageakten.“
Zwtl.: Prof. Dr. Ulrike Holzgrabe, Senior Professorin an der
Universität Würzburg und Expertin für strategische Resilienz in der
Arzneimittelproduktion
„Europa ist schon lange nicht mehr die Apotheke der Welt, ein
großer Teil der Pharma-produktion wurde nach Indien und China
verlagert. Die Chinesen brauchen daher gar keine Atombombe. Sie
liefern einfach keine Antibiotika, dann erledigt sich Europa von ganz
allein. Wenn wir unsere gesundheitsstrategische Resilienz
zurückgewinnen wollen, müssen wir die Produktion in Europa gezielt
stärken. Am Ende geht es um zwei Dinge: Verlässlichkeit und faire
Preise. Pharma-Unternehmen, die am teuren Standort Europa
investieren, brauchen die Sicherheit, dass diese Investitionen nicht
ins Leere laufen.“
Zwtl.: Marco Pucci, Country President Sandoz Österreich
„Unser Gesundheitssystem steht unter Druck – doch Generika und
Biosimilars sind Teil der Lösung: Schon heute machen Generika die
Hälfte aller verschriebenen Medikamente in Österreich aus,
verursachen aber nur 16 Prozent der Kosten. Damit wir diese
Entlastung auch künftig leisten können, braucht es faire
Rahmenbedingungen und einen europäischen Schulterschluss, um die
Versorgungssicherheit nachhaltig abzusichern. Es kann uns doch nicht
egal sein, wo und wie wir Medikamente produzieren. Wir alle tragen
Verantwortung dafür, dass Patientinnen und Patienten auch morgen noch
verlässlich Zugang zu lebenswichtigen Arzneimitteln haben“
Zwtl.: Sorge um die Medikamentenversorgung
Konfrontiert mit Lieferengpässen für unterschiedliche Güter,
fühlen sich 64% der Österreicher*innen durch einen Versorgungsengpass
bei Medikamenten bedroht. Eine Unterbrechung der Versorgung mit Gas,
Öl, Lebensmitteln und Wasser wird von deutlich weniger Befragten als
bedrohlich wahrgenommen. 52 Prozent der Österreicher*innen erwarten
in den nächsten Jahren Engpässe bei der Medikamentenversorgung.
Sieben von zehn der Befragten befürworten eine gemeinsame europäische
Strategie zur Sicherstellung der Medikamentenversorgung und sehen
eine gemeinsame Vorratshaltung auf europäischer Ebene positiv.
Zwtl.: Deutlicher Zuspruch zu heimischer Medikamentenproduktion
Die Hälfte der Bevölkerung nimmt täglich Medikamente ein. Dabei
beurteilt eine große Mehrheit von 86 Prozent der Österreicher*innen
die Herstellung von Medikamenten in Österreich für eher schon bzw.
sehr wichtig. Diese Zustimmung steigt mit zunehmendem Alter. Dabei
darf Versorgungssicherheit ihren Preis haben: Selbst in Zeiten
erhöhter Inflation unterstützen 48 Prozent eine Inflationsanpassung
der Medikamentenpreise.
Zwtl.: Gesundheitszustand leicht verbessert, Ausblick stabil
69 Prozent der Befragten schätzen ihren allgemeinen
Gesundheitszustand als (sehr) gut ein und liegen damit leicht über
dem Durchschnitt der letzten Jahre. Für das kommende Jahr erwarten
sieben von zehn Österreicher*innen keine Veränderung ihrer
Gesundheit, 18 Prozent eine Verbesserung, 9 Prozent eine
Verschlechterung. Eine leichte Verbesserung zeigt sich auch bei der
psychischen Gesundheit: sieben von zehn Befragten fühlen sich mental
(sehr) fit. Am besten schneiden hier die über 60-Jährigen ab: 80
Prozent bezeichnen ihren psychischen Gesundheitszustand als (sehr)
gut. Bei den unter 30-Jährigen teilen nur 61 Prozent diese
Einschätzung.
Zwtl.: Vertrauen in die Wissenschaft
Mehr als drei Viertel der österreichischen Bevölkerung glauben an
den Fortschritt der medizinischen Wissenschaft sowie die Wirksamkeit
von Medikamenten. Auch beim Nutzen der Wissenschaft und Forschung
zeigen sich die Befragten positiv: zwei Drittel glauben, dass die
Wissenschaft der Gesellschaft mehr nutzt als schadet. In Summe
positioniert sich Österreich damit beim Vertrauen in die Wissenschaft
im europäischen Mittelfeld.
Zwtl.: Unser Gesundheitssystem: Zufriedenheit, Ausblick,
Digitalisierung
50 Prozent der Österreicher*innen sind 2025 mit dem
Gesundheitssystem zufrieden. Dieser Wert ist in den letzten vier
Jahren stabil geblieben. Mit Blick auf die kommenden Jahre zeigen
sich die Befragten aber skeptisch: 82 Prozent rechnen mit
Leistungskürzungen seitens der Krankenversicherungen, 80 Prozent
erwarten politische Sparmaßnahmen. Über alle Altersgruppen hinweg
beurteilen die Österreicher*innen die Digitalisierung der Medizin mit
52 Prozent mehrheitlich positiv, konkrete digitale Lösungen wie das
elektronische Rezept oder der digitale Beipackzettel werden von zwei
Dritteln befürwortet. Auch der Einsatz von KI in der Medizin wird
prinzipiell unterstützt.
Bildmaterial
Abdruck honorarfrei
Grafiken AHR: © Austrian Health Report
Foto: v.l.n.r. Dr. Reinhard Raml, Dr. Ulrike Holzgrabe, Dr.
Walter Feichtinger, Marco Pucci © /APA-Fotoservice/Fotograf/in:
Martin Hörmandinger
Über den Austrian Health Report
Wie steht es um die eigene Gesundheit? Wie optimistisch fällt der
Blick in die Zukunft aus? Vertrauen die Menschen in „ihr“
Gesundheitssystem? Seit 2022 befragt IFES, im Auftrag von Sandoz, die
Menschen in Österreich zu aktuellen Gesundheitsthemen – die
Ergebnisse werden im Austrian Health Report zusammengefasst. Auf
www.austrianhealthreport.at gibt es die aktuellen Ergebnisse und zum
Vergleich auch die Ergebnisse der Jahre 2022, 2023 und 2024.
Über Sandoz
Sandoz (SIX: SDZ; OTCQX: SDZNY) ist weltweit führend bei Generika
und Biosimilars und verfolgt eine Wachstumsstrategie, die von einem
klaren Purpose getragen wird: Pionierarbeit für den Zugang von
Patient*innen. Über 20.000 Mitarbeitende aus 100 Nationen arbeiten
gemeinsam daran, rund 900 Millionen Behandlungen pro Jahr
bereitzustellen – und leisten damit nicht nur einen erheblichen
Beitrag zur weltweiten Kosteneinsparung im Gesundheitswesen, sondern
auch zu einem noch größeren gesellschaftlichen Impact. Das führende
Portfolio mit rund 1.300 Produkten deckt Erkrankungen von der
gewöhnlichen Erkältung bis hin zu Krebs ab. Der Hauptsitz von Sandoz
befindet sich in Basel, Schweiz. Das Unternehmen blickt auf eine
lange Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1886 reicht. Im Jahr 2024
erzielte Sandoz einen Nettoumsatz von 10,4 Milliarden US-Dollar.
In Österreich beschäftigt Sandoz 2700 Mitarbeitende aus über 60
Nationen. Ein Team, in Kundl, Kufstein und Wien, voller Neugier,
Ambition und Offenheit mit dem Ziel, die Welt nachhaltig mit
leistbaren Medikamenten zu versorgen. Jedes Jahr versorgen wir
Patient*innen in Österreich jährlich mit fast 10 Millionen
Behandlungen.
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