Wien/Nürnberg (OTS) – ● 86 Prozent sehen nachhaltiges Wohnen als
zumindest etwas wichtig an
● Konkret relevant: niedrige Betriebskosten (61 Prozent),
erneuerbare Heizsysteme (54 Prozent) und ein gesundes Raumklima zur
Wohlfühlwirkung (46 Prozent)
● Nur 13 Prozent wären für Mehrausgaben bereit
Der Wunsch nach einem grüneren Leben ist da: Eine große Mehrheit
der Österreicher (86 Prozent) gibt an, dass ihnen ein
umweltfreundliches Wohnumfeld zumindest ein Stück weit am Herzen
liegt. Doch wenn es um konkrete Entscheidungen beim Wohnen geht,
gerät die gute Absicht schnell ins Wanken – das zeigt eine aktuelle
Umfrage von immowelt.at.
Nur jeder Fünfte (20 Prozent) bewertet Nachhaltigkeit beim Wohnen
als „sehr wichtig“. Für viele bleibt sie eher ein sympathischer
Begleiter im Hinterkopf als ein echter Entscheidungsmaßstab.
„Die Studie zeigt, dass ein Umweltbewusstsein bei vielen
Österreichern auch beim Wohnen grundsätzlich vorhanden ist“, sagt Dr.
Robert Wagner, Geschäftsführer von immowelt. „Viele erhoffen sich von
klimafreundlichen Sanierungen allerdings vor allem finanzielle
Vorteile, beispielsweise günstigere Betriebskosten. Wenn es dagegen
um konkrete Zusatzkosten geht, sind die meisten eher zurückhaltend.“
Land, Stadt, Haus oder Wohnung – das Umweltbewusstsein bleibt
ähnlich
Ob am Land oder in der Stadt, im eigenen Haus oder im Wohnblock:
Die Unterschiede in der Bewertung nachhaltiger Wohnkriterien sind
gering. Am stärksten ausgeprägt ist das Bewusstsein bei Hausbesitzern
(22 Prozent) und Menschen in ländlichen Regionen (21 Prozent). Doch
insgesamt zeigt sich: Die Haltung zur Nachhaltigkeit ist breit
gestreut, aber nicht besonders tief verankert.
Was wirklich zählt: Alltagstaugliche Nachhaltigkeit
Besonders gefragt sind nachhaltige Wohnlösungen, die sich direkt
im Geldbeutel bemerkbar machen: 61 Prozent der Befragten nennen
niedrige Betriebskosten als wichtigen Faktor, 54 Prozent wünschen
sich moderne Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien, und 46
Prozent legen Wert auf ein gesundes Raumklima. Weniger im Fokus
stehen dagegen abstraktere Aspekte wie die Recyclingfähigkeit von
Baumaterialien (14 Prozent) oder die flexible Nutzbarkeit der
Wohnräume – etwa durch veränderbare Grundrisse, Mehrfachnutzung oder
spätere Anpassungen für altersgerechtes Wohnen (19 Prozent).
Sobald jedoch konkrete Zusatzkosten ins Spiel kommen, sinkt die
Bereitschaft – nur 13 Prozent wären „auf jeden Fall“ bereit mehr für
klimafreundliches Wohnen zu zahlen. Nachhaltigkeit bleibt damit
häufig ein guter Vorsatz, aber selten ein handlungsleitendes
Kriterium.
Veränderungswunsch wirkt sich auf Prioritäten aus
Die Relevanz von Nachhaltigkeit variiert zudem je nach dem
geplanten Zeitraum für einen Umzug. Während 58 Prozent der Befragten
ohne Umzugspläne angeben, dass Nachhaltigkeit bei der Wohnungswahl
eine Rolle spielt, sind es bei denen mit mittelfristigen
Veränderungsabsichten (4–5 Jahre) nur 44 Prozent. Bei kurzfristigen
Umzugsplänen (innerhalb von 2–3 Jahren) liegt der Anteil noch bei 51
Prozent. Dies lässt darauf schließen, dass Menschen ohne
unmittelbaren Veränderungsdruck tendenziell bereits in einer Wohnung
leben, die ihren nachhaltigen Anforderungen gerecht wird oder dass
sie sich mit den zu erwartenden Mehrkosten noch nicht ausreichend
auseinandergesetzt haben.
Ein möglicher Grund für die Diskrepanz zwischen dem Wunsch nach
nachhaltigem Wohnen und der zugleich schwach ausgeprägten
Bereitschaft dafür Geld zu investieren, könnte der sogenannte
„Attitude-Behavior-Gap“ – die Lücke zwischen nachhaltigen Absichten
und tatsächlichem Verhalten sein. Auch in anderen Lebensbereichen
zeigt sich dieser Widerspruch deutlich: Laut einer aktuellen Studie
des Kompetenznetzwerks Handel geben zwar 41 Prozent der Österreicher
an, dass Nachhaltigkeit ihr Konsumverhalten, etwa beim Einkaufen,
beeinflusst, doch nur 28 Prozent sind bereit, dafür auf Wohlstand zu
verzichten. Beim Wohnen – der größten finanziellen Entscheidung im
Leben – verstärkt sich dieses Muster somit noch deutlicher [1].
Die repräsentative Studie „Ist Wohnen in Österreich noch
leistbar?“ wurde von immowelt.at im Mai 2025 durchgeführt und
umfasste 1.000 befragte Personen ab 16 Jahren in ganz Österreich.
Über immowelt
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[1] https://ots.de/320d7O