Wien (OTS) – „Was die Wiener Linien heute präsentiert haben, ist ein
Schlag ins
Gesicht aller Seniorinnen und Senioren in Wien. Die Abschaffung des
vergünstigten Seniorentickets für Einzelfahrten in 2026 und die
drastische Erhöhung der Jahreskarte für Seniorinnen und Senioren sind
eine unsoziale Abzocke“, empört sich Ingrid Korosec, Präsidentin des
Österreichischen Seniorenbundes.
Ab 1.1.2026 sollen Einzelfahrten für Seniorinnen und Senioren ab
65 statt bisher 1,50 Euro stolze 3,20 Euro kosten – was mehr als eine
Verdoppelung ist. Auch die Jahreskarte wird um rund 30 Prozent
teurer. „Gerade die Generation, die auf eine leistbare Öffi-Nutzung
angewiesen ist, wird hier massiv belastet. Viele Seniorinnen und
Senioren fahren nicht täglich, sondern nutzen Öffis punktuell – für
Arztbesuche, Einkäufe oder Treffen mit Familie und Freunden. Sie nun
mit doppelten Preisen zu bestrafen, ist inakzeptabel“, so Korosec .
Kritisch sieht Korosec auch die neue Tarifstruktur, nach der
digitale Tickets günstiger werden als analoge: „Das ist digitale
Diskriminierung! Ältere Menschen, die mit der Digitalisierung nicht
zurechtkommen, werden so klar benachteiligt. Eine analoge Alternative
– also ein ausgedrucktes Ticket am Schalter – darf nicht teurer
sein!“
Korosec fordert daher eine sofortige Rücknahme dieser Tarifpläne:
„Die Seniorenverbände waren in die Tarifveränderungen in keinster
Weise eingebunden! Ich fordere die Verantwortlichen der Wiener Linien
und die Wiener Stadtregierung auf, diese unsozialen Maßnahmen
umgehend zurückzunehmen und Gespräche mit den Seniorenverbänden
aufzunehmen!“
„Wien rühmt sich einer sozialen Stadtpolitik – mit diesem Schritt
wird einmal mehr das Gegenteil bewiesen. Statt älteren Menschen
Teilhabe und Mobilität zu erleichtern, werden sie abgezockt und
zunehmend ausgeschlossen. Mobilität ist Lebensqualität, gerade im
Alter“, so Korosec .