FPÖ – Kainz: „ÖVP-Ministerin reagiert spät – langjährige Forderung nach Regionalität bei der Verpflegung des Bundesheers zeigt Wirkung“

Wien (OTS) – Mit Genugtuung, aber auch mit deutlicher Kritik
reagierte heute FPÖ-
Nationalratsabgeordneter Alois Kainz auf die Beantwortung seiner
parlamentarischen Anfrage durch Verteidigungsministerin Klaudia
Tanner betreffend das Verpflegungssystem „Cook & Chill“ des
Bundesheers. Auf die Frage, ob alternative Modelle geprüft werden,
bei denen regionale Zubereitung und Frische im Vordergrund stehen,
bestätigte die Ministerin, dass im Jahr 2025 ein Pilotprojekt für ein
„dynamisches Beschaffungssystem“ in Salzburg und Niederösterreich
gestartet wird, womit endlich die Notwendigkeit von mehr Regionalität
bei der Versorgung von Soldaten anerkannt wird.

„Damit gibt die ÖVP-Ministerin endlich zu, dass unser Kritikpunkt
am zentralistischen ‚Cook & Chill‘-System berechtigt ist. Dass
Transportwege verkürzt und mehr Regionalität in die Heeresküchen
gebracht werden müssen, ist eine langjährige Forderung der FPÖ. Seit
2021 fordern wir Freiheitliche vehement die Wiedereinführung von
Truppenküchen – und jetzt zeigt unsere Hartnäckigkeit Wirkung“,
betonte Kainz.

Scharfe Kritik übte Kainz an der Verzögerung und erinnerte daran,
dass 2012 in Niederösterreich die traditionelle Truppenküche
abgeschafft wurde. „Seither werden Speisen in Wiener Neustadt
vorgekocht, gekühlt und per LKW durch Niederösterreich gefahren. Das
bedeutet mehr Verkehr, mehr CO₂-Ausstoß, mehr Verpackungsmüll und
geringere Qualität.“, so Kainz: „Dass die ÖVP mit Ministerin Tanner
so viele Jahre gebraucht hat, um auf das Offensichtliche zu
reagieren, ist bezeichnend für diese Regierung. Wieder einmal braucht
es den Druck der FPÖ, bis die Volkspartei in die Gänge kommt.“

Abschließend stellte Kainz klar: „Ob dieses Pilotprojekt
tatsächlich zu einem nachhaltigen Erfolg führt, wird sich zeigen.
Aber eines ist sicher: Wir geben keine Ruhe, bis Regionalität in der
Versorgung unserer Soldaten, angelehnt an die traditionellen
Truppenküchen, gelebt wird.“