Offenbarungseid der Klimapolitik im Automotivsektor: Klimaschutz und Arbeitsplatzerhaltung müssen unter einen Hut passen

Wien (OTS) – Jetzt geht es ums Eingemachte: Immer mehr Betriebe, wie
zuletzt der
Grazer Technologiekonzern AVL, geraten wegen der verfehlten
Automobilpolitik der Europäischen Union in Not. „Wenn eine
Hiobsbotschaft die andere jagt, ist Feuer am Dach. Nach den
Automobilgipfeln im Jänner und März 2025 bei der Europäischen
Kommission, ist nichts Entscheidendes passiert. 2024 wurden in
Österreich 5.000 Arbeitsplätze verloren, in Deutschland 51.000. 2025
verschärft sich der Abwärtstrend, und die Kommission schaut zu,“
ärgert sich Jürgen Roth, Präsident von eFuel Alliance Österreich.

Die Politik hätte jetzt die Chance zu beweisen, dass Klimaschutz
nicht dem Wirtschaftsstandort schaden muss. „Dazu braucht es eine
rasche Kurskorrektur und kein weiteres Schieben auf die lange Bank.
Das Problem kann man nicht aussitzen, es steht mehr auf dem Spiel als
nur eine Technologiefrage,“ so Jürgen Roth. Die simple Lösung:
Mehrere Technologien erlauben, die CO2-Emissionen in Summe rascher
reduzieren, das E-Auto, das nur langsam am Markt in die Gänge kommt,
ist nur ein Baustein von vielen.

Zwtl.: E-Auto-Zwang ist gescheitert – Technologieoffenheit sichert
Klimaziele und Arbeitsplätze

Man kann der europäischen Automobilindustrie nicht den Willen
absprechen, den Wünschen der Politik Folge zu leisten, nur noch E-
Autos zu produzieren. Dutzende Modelle wurden mit hohem
Investitionsaufwand auf den Markt gebracht. Doch die Autokäufer
blieben skeptisch. Nur jedes fünfte neue Auto, in der EU insgesamt
noch weniger, ist reinelektrisch. Die Gründe für dieses Kaufverhalten
sind leicht nachvollziehbar. Die Politik hat die Autohersteller sogar
gezwungen, ihren amerikanischen und asiatischen Konkurrenten dafür
Geld zu geben, dass diese mehr E-Autos verkaufen können.

Automobilhersteller und eine große Zahl von Zulieferbetrieben –
Österreich ist eine der führenden Zuliefernationen – ziehen nun die
Notbremse und sagen sich vom Zwang zum Elektroantrieb los. Die
Spitzenverbände ACEA und CLEPA fordern die Politik in einem offenen
Brief eindringlich dazu auf, mehrere Wege des Klimaschutzes
zuzulassen.

„Das ist eigentlich eine gute Nachricht für den Klimaschutz.
Nicht eine Technologie, sondern ein ganzes Bündel von Technologien
treiben den Klimaschutz voran“, argumentiert Jürgen Roth.
„Technologieverbote wirken wie Stopptafeln gegenüber attraktiven
Innovationen, diese finden trotzdem statt, nur anderswo.“

„Das riskante Unterfangen, alles auf eine Karte zu setzen ist
gescheitert und hat schwere Schäden angerichtet. Viel zu spät nimmt
die Kommission die legislativen Schalthebel in die Hand. Der
Ankündigung im Juni 2024 folgte von Pressestatements abgesehen wieder
Funkstille“, so Jürgen Roth.

Zwtl.: Europa verpasst schon wieder den Anschluss

Während Manche in der EU davon träumen, China in der
Batterietechnik den Rang ablaufen zu können, versäumt die EU gerade
den Anschluss an den nächsten Technologiesprung: die Entwicklung
fortschrittlicher klimaneutraler Kraftstoffe. Sie sind der Schlüssel
zur Erreichung der Klimaziele 2040 und 2050, hier entsteht ein
gigantischer Markt für Jahrzehnte, denn auf der Welt sind 1,5
Milliarden Autos mit Verbrennermotor unterwegs und dazu kommen noch
hunderte Millionen von Baumaschinen, Landmaschinen, Einsatzfahrzeuge
und Notstromaggregate, die mit fossilem Diesel betrieben werden.
„Viel Geld wurde in europäische Batterieproduktionen gesteckt und
verloren, da Europa als Standort zu teuer und bei den Vorprodukten
von China abhängig ist“, betont Jürgen Roth.

„Dass der Verbrennermotor weltweit aufgegeben wird und ein
Ablaufdatum hat, gehört ins Reich der Mythen, das Gegenteil ist der
Fall“, stellt Jürgen Roth richtig. „Asien wird die Führung übernehmen
und Europa eine Kompetenz aus der Hand nehmen, der wir den Wohlstand
verdanken, wenn Europa nicht endlich die Ärmel aufkrempelt.“

Zwtl.: Technologievielfalt statt Einbahnstraße

Mit Opel hat nun auch der letzte große Produzent, der seine ganze
Produktion auf E-Autos umstellen wollte, die Kurve gekratzt. Zuvor
mussten Mercedes, Volkswagen, Skoda, die Stellantis-Gruppe und
Porsche zurückrudern.

„Die Behauptungen, die Zukunft des Autos ist elektrisch und die
Autoindustrie selbst hat diese Entscheidung getroffen, sind schlicht
faktenwidrig. Vielmehr ist die Zukunft des Autos divers“, stellt der
Alliance-Chef klar.

Zwtl.: Last Exit

Der Zwang zu einer Technologie hat die Kräfteverhältnisse auf dem
Automobilmarkt zum Nachteil Europas verändert. Die
Automobilwirtschaft sieht im Gipfel bei Ursula von der Leyen am 12.
September 2025 die letzte Chance zur Schadensbegrenzung.

„Es geht um mehr als eine Technologiefrage, es geht um das
Wohlstandsversprechen der EU. Die Autoindustrie ist zu wichtig, um
sie einer ideologisch bedingten Fehleinschätzung – im Kern: Auto ist
böse – zu opfern“, argumentiert Experte Jürgen Roth. Die Bevölkerung
spricht sich in Umfragen immer mit überwältigender Mehrheit (zwischen
70-90%) gegen Verbrennerverbot aus. Die Aufgabe der Politik ist es,
valide Angebote zu machen, und ist es dezidiert nicht, eine
Technologie den Menschen aufzuoktroyieren.

Zwtl.: Save the Date: eFuel-Kongress Wien 2025

Am 25. und 26. September 2025 findet in Wien der dritte eFuel-
Kongress statt. Anmeldung erforderlich: www.ekkon.at