Wien (OTS) – Die Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) fordert erneut von
der
Bundesregierung eine umfassende Industriestrategie ein. Dazu müsse es
unter anderem Maßnahmen geben, um die Energiekosten in den Griff zu
bekommen. Eine langfristige Strategie benötige zudem die Förderung
von Schlüsseltechnologien und Zukunftssektoren. Als positives
Beispiel für eine solche strategische Standortpolitik nennt Reinhold
Binder, Bundesvorsitzender der PRO-GE, den Erhalt des Sandoz-
Standortes in Kundl (Tirol) und den von der öffentlichen Hand
geförderten Ausbau der Penicillin-Produktion.
„Wir haben in Tirol die einzige Antibiotika-Produktionsstätte in
Europa. Das macht Europa in diesem Bereich nicht nur unabhängiger und
krisenfester, sondern zeigt auch die große Bedeutung einer
Industriestrategie auf. Unser Ziel muss sein, Produktion und
Innovation in Österreich zu stärken, um damit langfristig
Arbeitsplätze und die wirtschaftliche Entwicklung zu sichern“, sagt
Reinhold Binder und verweist darauf, dass gut ausgebildete und gut
bezahlte Fachkräfte nach wie vor Österreichs größter
Wettbewerbsvorteil sind.