PETER KOGLER im Francisco Carolinum Linz

Linz (OTS) – Für die Ausstellung Alphabet City dient das Fotoarchiv
des Künstlers
als Ausgangspunkt. Die Fotografien entstanden 1985, während eines
Aufenthalts in New York – eine Zeit, die Koglers weitere
künstlerische Entwicklung maßgeblich prägte. Mit seiner Minox-Kamera
dokumentierte er das urbane Umfeld, aber auch die pulsierende Kunst-
und Musikszene der Stadt in einem Moment tiefgreifender
gesellschaftlicher und technologischer Umbrüche.

Die Ausstellung verwebt diese frühen fotografischen Aufnahmen mit
raumgreifenden Tapeteninstallationen und stellt sowohl die medialen
Bedingungen der 1980er-Jahre als auch deren gegenwärtige Lesbarkeit
zur Diskussion. Im Zentrum stehen die originalen Kartonstücke aus
seiner Ausstellung in der Galerie Gracie Mansion im East Village.
Ergänzt wird die Schau durch Arbeiten, die vor 1985 entstanden sind,
sowie durch Werke, die danach unter dem Einfluss seiner Zeit in den
USA entwickelt wurden.

Persönliche Erinnerungen an Begegnungen mit Künstlern wie Donald
Baechler oder David Wojnarowicz sowie Eindrücke aus Clubs wie der
Danceteria oder dem Palladium fließen als dokumentarischer Subtext in
den Vitrinen mit ein. Ergänzt werden Sie mit Artefakten aus dieser
Zeit, wie z. B. der Zeitschrift East Village Eye .

In dieser spannungsvollen Überlagerung von Archivmaterial,
Mustern und Medienreflexion wird Koglers Werk als ein
kontinuierlicher Dialog zwischen analoger Erinnerung und digitaler
Konstruktion erlebbar.

Am 29. November 2025, genau 40 Jahre nach der
Ausstellungseröffnung in New York, findet die Präsentation des
Katalogs statt. In einem gemeinsamen Interview erinnern sich Peter
Kogler, Wolfgang Kos und Edek Bartz an eine für sie prägende Zeit:
die frühen 1980er-Jahre in New York – ein künstlerisches Umfeld, in
dem bildende Kunst, Musik und subkulturelle Szenen auf einzigartige
Weise miteinander verschmolzen.

Ebenfalls neu zu sehen im Francisco Carolinum Linz sind die
Ausstellungen CLAUDIA HART. Patterns and Politics und BETWEEN CODE
AND CARE: Flynn´s Portrait of Human Connections .