Wien (OTS) – „Es ist doch verwunderlich, wenn die Geschäftsführerin
des
Österreichischen Integrationsfonds bezüglich der Deutschkurse von
nichts wissen will, alles bestens findet und so tut, als ob weder
Einzelfälle, die unberechtigt keine Deutschkurse bekommen haben,
bekannt sind, noch dass die Deutschkurse ohne Probleme ablaufen bzw.
vergeben werden“, unterstrich die Gemeinderätin und Wiener SPÖ-
Sozialsprecherin Stefanie Vasold, angesichts der aktuellen Diskussion
zu den Deutschkurse für Asylberechtigten in Wien. Zudem dürfte die
ÖIF-Geschäftsführerin nicht wissen, dass ein Termin mit der für die
Sozialhilfe zuständigen Behörde in Wien, die MA 40, seit Wochen für
Anfang September vereinbart ist. Außerdem gibt es einen Termin
zwischen ÖIF und FSW. In diesen Terminen werden genau diese Probleme
von Deutschkursen für Asylberechtigte und auch Asylwerber besprochen.
„Es ist zu erwarten, dass der Integrationsfonds seiner Aufgabe
gerecht wird und den geflüchteten Menschen in Österreich eine gute
und gerechte Chance zur Integration eröffnet. Es gibt tausende
Einzelfälle in Wien, die eine Ablehnung vom ÖIF für Deutschkurse
erhalten haben. Unsere Aufgabe ist es, die Menschen, die hier leben,
bei der Integration zu unterstützen. Dies ist notwendig, damit
Menschen sich integrieren und arbeiten können – und so diese auch
nicht auf Sozialleistungen, wie die Mindestsicherung angewiesen
sind“, so Vasold. Man dürfe auch nicht vergessen, dass Deutschkurse
die Voraussetzung für eine berufliche Ausbildung über das AMS und den
Einstieg in den Arbeitsmarkt sind.
Es sei zu hoffen, dass bei den bevorstehenden Terminen zwischen
der MA 40 und FSW, die in Wien für die Mindestsicherung bzw. für die
Grundversorgung zuständig sind, und dem ÖIF eine Klärung stattfinden
wird, und dass dann die notwendigen Plätze für die betroffenen
Menschen zum Deutschlernen zur Verfügung gestellt werden, schloss
Vasold.