Wien Energie: Analyse zu Fernwärmepreisen von Kreutzer Fischer & Partner nicht nachvollziehbar

Wien (OTS) – Die in der Analyse des Beraternetzwerks Kreutzer Fischer
& Partner
veröffentlichten Zahlen sind nicht nachvollziehbar. Wesentliche
Tarife aus den Bundesländern, wie beispielsweise die Fernwärmetarife
für Salzburg-Stadt, Steyr und St. Pölten fehlen in der Aufstellung
und verzerren somit das Bild. Kleinanlagen für wenige Häuser werden
mit großen Verbundnetzen verglichen.

Der im Bundesländervergleich für Wien angeführte Höchstpreis ist
kein Tarif von Wien Energie und betrifft nicht die klassische
Fernwärme. Im Vergleich mit anderen großen Städten in Österreich
gehört die Fernwärme von Wien Energie zu den günstigeren Angeboten.
Die Mehrheit der Fernwärme-Kund*innen von Wien Energie unterliegt dem
amtlichen Preisbescheid, hier liegen die jährlichen Kosten derzeit
bei 974 Euro. ( Tarifübersicht – Wärme- und Kältetarife ).

Die Vergleichsplattform waermepreise.at listet sämtliche Fern-
und Nahwärmeanbieter Österreichs, von lokalen Anlagen bis zu
Großstädten auf. Das können etwa Gaskessel, die nur ein Gebäude
versorgen, Biomasse-Heizkessel mit nur wenigen angeschlossenen
Häusern oder, im Fall von Wien, ein 1.300 Kilometer langes
Fernwärmenetz mit hunderttausenden Abnehmer*innen sein.
Dementsprechend unterscheiden sich die Bedingungen, von der
Kostenstruktur für Wärmeproduktion und Netze bis hin zu etwaigen
Förderungen.

Zudem sind in der Übersicht offenbar einige Daten nicht
enthalten. So fehlen unter anderem, nach einem Schnellcheck, etwa die
Tarife für die Stadt Salzburg, für St. Pölten oder Steyr in der
Aufstellung. Allesamt Tarife, die in der Analyse über den angegebenen
Höchstpreisen des jeweiligen Bundeslandes liegen.

Raus aus Gas für mehr Preisstabilität

Wien Energie investiert massiv in die Dekarbonisierung der
Fernwärme, etwa mittels Großwärmepumpen und Tiefengeothermie. Bis
2040 soll die Wiener Fernwärme gänzlich ohne fossile Energieträger
auskommen. Durch den vermehrten Einsatz von lokal verfügbaren
erneuerbaren Energien wird die Fernwärme nicht nur klimafreundlicher,
sondern auch unabhängig von Preisschwankungen auf den internationalen
Energiemärkten.