Linz (OTS) – Arbeitslosigkeit kann jeden und jede treffen. Die
Rückkehr in den
Arbeitsmarkt ist oftmals mit Rückschlägen und finanziellen Einbußen
verbunden. Das zeigen Daten aus dem Arbeitsklima Index der
Arbeiterkammer Oberösterreich. Es darf daher nicht überraschen, dass
Beschäftigte, die bereits Erfahrungen mit Arbeitslosigkeit machen
mussten, deutlich unzufriedener sind als jene mit durchgehender
Beschäftigung.
Beschäftigte, die nach einer Phase der Arbeitslosigkeit wieder
einen Beruf finden, sind deutlich unzufriedener als ihre
Kolleg:innen, die durchgehend in einem Arbeitsverhältnis waren. Das
liegt unter anderem an der pessimistischen Einschätzung der eigenen
Einkommenssituation. Arbeitslosen bleibt oft nichts anderes übrig,
als eine Tätigkeit anzunehmen, die unter ihrer Qualifikation liegt
und/oder geringer entlohnt wird. Erhebungen zum Österreichischen
Arbeitsklima Index belegen dies. Nach einer Phase der
Erwerbslosigkeit fehlt vielen die Chance, wieder eine gleichwertige
Stelle zu finden. Man spricht hier vom „Scarring“-Effekt, der die
langfristigen Folgen beschreibt, die eine Arbeitslosigkeit im
Erwerbsverlauf hinterlässt. Finanzieller Druck führt dazu, dass sie
schlechter bezahlte Stellen annehmen müssen. Besonders bei längerer
Arbeitslosigkeit zeigt sich dieser Effekt deutlich.
Knapp 30 Prozent der Beschäftigten, deren Berufsleben bereits durch
Arbeitslosigkeit unterbrochen wurde, glauben nicht, dass sie später
mit ihrer Altersversorgung auskommen werden.
„ Es braucht eine Arbeitsmarktpolitik, die Erwerbslosen hilft,
schnell wieder eine ihrer Qualifikation entsprechende Stelle zu
bekommen “, sagt AK-Präsident Andreas Stangl.
Junge Beschäftigte, Menschen mit Migrationshintergrund und
Personen mit maximal Pflichtschulabschluss sind am häufigsten von
Arbeitslosigkeit betroffen. Sie profitieren aber auch am meisten von
aktiver Arbeitsmarktpolitik und finden häufig neue Stellen mit der
Hilfe des Arbeitsmarktservice (AMS).