Kinderreporter*innen im Rathaus: Spannende Fragen an Bürgermeister Michael Ludwig

Wien (OTS) – Wie wird man Bürgermeister? Wie sieht die Zukunft in
Wien aus? Was
würde Michael Ludwig auf eine einsame Insel mitnehmen? Was ist für
Kinder beim Song Contest im kommenden Jahr geplant. Und hat er ein
Lieblingsplatz in der Stadt? Heute, Mittwoch, stellte sich Wiens
Bürgermeister Michael Ludwig bei einer Kinderpressekonferenz in
seinem Büro interessanten, kritischen und witzigen Fragen von
Kindern. Dies war das Highlight der Ferienspiel-Aktion „Wienopolis“.

Zwtl.: Kleine Reporter*innen, große Fragen

Mit Mikrofon, Kamera und Notizblock ausgestattet, nahmen zehn
Kinder im Büro des Bürgermeisters Platz – ganz wie bei einer echten
Pressekonferenz. Das Interview war für viele der Höhepunkt der
„Wienopolis“-Woche, in der die Kinder nicht nur in unterschiedliche
Berufe hineinschnuppern, sondern auch selbst die Geschicke ihrer
eigenen „Kinderstadt“ lenken konnten. Stadtchef Ludwig zeigte sich
beeindruckt von der Neugier und Professionalität seiner jungen Gäste.
„Die Kinder waren bestens vorbereitet und ihre Fragen haben gezeigt,
dass sie sich wirklich für ihre Stadt interessieren“, lobte er.

Die Fragen deckten sowohl berufliche als auch persönliche Themen
ab. So erzählte der Bürgermeister, dass man sehr viel Toleranz und
Durchsetzungsvermögen als Bürgermeister brauche. „Es ist ein
fordernder, aber schöner Beruf, weil man ständig mit Menschen zu tun
hat und dabei viel dazulernt“, so Ludwig. Sitzungen, Termine und
„viel Zuhören“ stehen auf seiner täglichen Agenda. Um einen Vergleich
mit der Kinderstadt „Wienopolis“ herbeizuziehen, sagte der Stadtchef,
dass diese wohl „ähnlich funktioniere wie die große Stadt“. Er stehe
ständig mit anderen Stadtoberhäuptern in Kontakt, die oft Wien als
Vorbild für eine funktionierende Stadt sehen. Für Wien wünsche er
sich in den kommenden Jahren ein „faires Miteinander“. Man arbeite
jeden Tag daran, die Stadt besser zu machen, sagte der Wiener
Bürgermeister. Dabei erwähnte Ludwig unter anderem den Ausbau von
Grünflächen, aber auch Kindergärten und Schulen. Besonders wichtig
seien ihm Projekte, bei denen Kinder und Jugendliche selbst
mitbestimmen können, wie etwa die Kinder- und Jugendmillion, mit der
unter anderem Apfelbäume auf der Donauinsel gepflanzt wurden. Auf die
Frage nach seinem Lieblingsplatz wich Ludwig gekonnt aus: „Wien und
seine Bezirke haben so viele schöne Plätze zu bieten, ob an der Alten
Donau oder in der Innenstadt.“

Die bestens vorbereiteten Kinder stellten auch Fragen zum
kommenden Eurovision Song Contest, für den Wien den Zuschlag erhielt.
Bürgermeister Ludwig kündigte an, dass es im Rahmen des Events auch
kostenlose Angebote für Kinder geben soll, um mit der Musik in
Kontakt zu treten.

Auch private Fragen beantwortete Ludwig gerne. Er verriet, dass
er drei Bücher auf eine einsame Insel mitnehmen würde, dass er Kinder
oft lieber habe als Erwachsene, da erstere „meist vernünftiger“ seien
und, dass er aufgrund seiner Arbeit nur wenig Urlaub mache. Im Word-
Rap entschied sich Bürgermeister Ludwig für Pizza statt Pommes, Essen
statt Kochen, Schwarzbrot statt Weißbrot sowie Geisterbahn statt
Hochschaubahn. Bei der Frage nach der Lieblingsjahreszeit legte sich
der Wiener Stadtchef schließlich auf den Frühling fest.

Zum Abschluss bedankte sich Ludwig für die interessanten Fragen.
Sein Fazit fiel eindeutig positiv aus: „Wir Erwachsene können hier
einiges von den Kindern lernen.“ Anschließend durften die Kinder
gemeinsam mit dem Bürgermeister die Kinderstadt im Arkadenhof
besuchen, wo Ludwig auch auf seine aktuelle Amtskollegin, Kinderstadt
-Bürgermeisterin Theresa, traf. Bei „Wienopolis“ übernehmen Kinder
eine Woche lang verschiedene Rollen, verdienen und bezahlen mit
eigener Währung, wählen täglich ihre Bürgermeisterin oder ihren
Bürgermeister und erleben, wie Stadtpolitik spielerisch funktioniert.
Zum Abschluss erhielten die jungen Journalist*innen noch kleine
Geschenke und stärkten sich am Buffet, bevor sie ihre Eindrücke in
einer Kinderzeitung sowie in TV- und Online-Beiträgen festhielten.

„Wienopolis“ läuft noch bis Freitag und lädt alle Kinder von 8
bis 13 Jahren ein, Politik, Berufe und Stadtleben spielerisch
kennenzulernen – kostenlos und ohne Anmeldung.

(Schluss) kri