ORF-„matinee“: Doku „Anna Netrebko und Rolando Villazón singen ‚La Traviata‘“, Porträt „Attersee Zick Zack“

Wien (OTS) – Die „matinee“ am Sonntag, dem 24. August 2025, um 9.05
Uhr in ORF 2
und auf ORF ON begibt sich zunächst auf die Spuren eines
Sensationserfolgs der Salzburger Festspiele: Die Dokumentation „Anna
Netrebko und Rolando Villazón singen ‚La Traviata‘“ blickt anlässlich
des 20-Jahr-Jubiläums der Kultproduktion aus dem Jahr 2005 hinter die
Kulissen dieser Inszenierung von Willy Decker, die einst Anna
Netrebko und Rolando Villazón zu Weltstars machte und auch für den
ORF zur Sternstunde in der Geschichte der Opernsendungen im Fernsehen
wurde. Die Aufzeichnung der legendären Aufführung ist am Montag, dem
25. August, um 22.30 Uhr in ORF 2 (und auf ORF ON) zu sehen.
Weiters würdigt das Porträt „Attersee Zick Zack“ (10.00 Uhr) den
Maler Christian Ludwig Attersee zum 85. Geburtstag. Nach einer
anschließenden Ausgabe der Reihe „Ikonen Österreichs“ (10.30 Uhr), in
der „Der Kasperl“ im Mittelpunkt steht, beschließt „Die Kulturwoche“
(10.40 Uhr) mit aktuellen Berichten und Tipps den von Teresa Vogl
präsentierten ORF-Kulturvormittag

„Anna Netrebko und Rolando Villazón singen ‚La Traviata‘“ (9.05
Uhr)

Salzburg 2005 – in diesem Festspielsommer ereignete sich eine
Opern-Sensation: An der Seite von Startenor Rolando Villazón gab
Weltklasse-Sopran Anna Netrebko die Violetta Valéry in Verdis „La
Traviata“. Die sieben Vorstellungen mit den Wiener Philharmonikern
unter der Leitung von Carlo Rizzi waren achtfach überbucht. Am
Schwarzmarkt kursierten Tickets um 2.700 Euro. Die Salzburger
Festspiele und ihr Publikum standen Kopf. Die Oper ließ ihre Nische
hinter sich – und eroberte zur besten Sendezeit das Abendprogramm des
Fernsehens. Nie zuvor waren Opernstars so präsent in den Medien.
Anna Netrebko und Rolando Villazón standen damals nicht zum ersten
Mal gemeinsam auf der Bühne, doch in Salzburg wurden sie endgültig zu
Superstars – jeder für sich, vor allem aber als Bühnenpaar, das die
Fantasien des Publikums beflügelte.
In „La Traviata“ führt die junge Violetta als Edelkurtisane ein
luxuriöses Leben in Paris. Doch sie ist krank und weiß, dass sie bald
sterben wird – da verliebt sie sich zum ersten Mal. Ein bekannter,
tragischer Stoff, den Willy Decker so zeitgemäß und greifbar wie nie
zuvor in Szene setzte.
Die Dokumentation von Anaïs Spiro bietet einen unterhaltsamen
Rückblick auf eine Inszenierung, die der Gattung Oper zu neuer
Popularität verholfen hat. Anna Netrebko und Rolando Villazón teilen
darin Jahre nach dem gemeinsamen legendären Auftritt ihre Emotionen
mit dem Publikum. Opernregisseur Willy Decker plaudert aus dem
Nähkästchen und die französische Sopranistin Erminie Blondel erzählt
von ihrer Bewunderung für das Traumopernpaar. Die kaum bekannten
Filmaufnahmen der Probenarbeit geben einen intimen Einblick in die
damalige Atmosphäre.

„Attersee Zick Zack“ (10.00 Uhr)

Der Titel dieses Filmporträts von Rudolf Klingohr und Tanja
Rogaunig sagt viel über den Künstler Attersee und seine vielfältigen
Begabungen und Betätigungsfelder aus. Sich selbst ständig neu zu
erfinden ist für ihn und seinen Lebensweg bezeichnend: „Zick Zack“ –
ein Leben, das zwischen Malerei, Musik und angewandter Kunst hin und
her springt.
Immer wieder fiel der Künstler, der auch jahrelang als Professor an
der Universität für angewandte Kunst Wien unterrichtete, in den
Medien durch Provokationen auf. In den 1960er Jahren widmete sich
Attersee intensiv der Pop-Art-nahen Kunst und lebte diese mit viel
Fantasie und Lust an Sprach-Spielerei aus. Die sogenannten
„Gegenstandserfindungen“ sind ein wichtiger Bestandteil seines
Gesamtwerkes, auch der Film „Gruß Attersee“, der in dieser Zeit
entstand, steht ganz im Zeichen der Pop-Art-Kunst. Christian Ludwig
Attersee war neben Fantasie und Provokation auch immer eine hohe
Qualität in der Ausführung seiner Werke wichtig. Bei der Erstellung
der Gebrauchskunst, wie zum Beispiel von Weinetiketten, der „Attersee
-Wurst“ oder der Ausstattung einer historischen Motoryacht, steht für
ihn vor allem die Lust „einfach zu machen, was einem Spaß macht“, im
Vordergrund.
Seine mannigfaltigen Fähigkeiten zeigen sich auch in seiner Arbeit an
der Oper „Salome“ in Bremen. Für diese Aufführung fungierte Attersee
gleichzeitig als Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner.
Der Film begleitete den Künstler auf vielen seiner Reisen und zu
seinen Ausstellungen rund um die Welt, aber auch in sein privates
Refugium am Semmering.