Wien (OTS) – „Dass die für Osttirol und auch für seine Gäste so
zentrale
Zugsverbindung nach Wien ausgerechnet mit Inbetriebnahme der
Koralmbahn im Kärntner Drautal enden soll, ist ein schlechter Witz“,
sagt die Tiroler Grünen-Nationalratsabgeordnete Barbara Neßler. „Wenn
am Ende wirklich eine halbe Fahrdienstleiter-Überstunde das Problem
sein soll, macht das diese Farce nur noch absurder. Der Koralmtunnel
wurde gebaut, um den Süden und damit auch Osttirol besser anzubinden
– und jetzt sollen die Menschen mitten in der Nacht in Greifenburg
stranden.“
Besonders kritisch sieht Neßler die politische Verantwortung:
„Ein SPÖ-Verkehrslandesrat und ein SPÖ-Verkehrsminister sind offenbar
nicht in der Lage, die ÖBB von der Wichtigkeit dieser Verbindung zu
überzeugen – noch dazu in eine SPÖ-regierte Stadt. Es ist ein
Armutszeugnis, dass so eine Schnapsidee überhaupt bis an die
Öffentlichkeit gelangt, weil die Bürgermeisterin offensichtlich bei
ihren Parteifreunden auf taube Ohren stößt.“
Neßler fordert die SPÖ Verantwortungsträger:innen auf sich
schnellstmöglich an einen Tisch zu setzen und eine Lösung zu
erreichen. „Niemand hat Verständnis dafür, dass Osttirol von dieser
neuen Mobilitätsader ausgeschlossen wird. Die SPÖ muss ihre internen
Abstimmungsprobleme endlich in den Griff bekommen“, so Neßler.
Die Grünen erwarten daher klare Schritte von Bundesminister
Hanke: „Wir brauchen keine Ausreden, sondern eine Zusage. Die
Verbindung muss ab Dezember fix bis Lienz geführt werden. Alles
andere wäre ein Schlag ins Gesicht für die Menschen in Osttirol – und
auch für die vielen Gäste, die auf eine verlässliche Anbindung
angewiesen sind.“