Volkshilfe zum Welttag der Humanitären Hilfe: Vor Ort können wir viel bewirken und Hoffnung verbreiten

Wien (OTS) – Seit 1951 ist die Volkshilfe in vielen Ländern tätig.
Unsere Projekte
in der humanitären Hilfe richten sich besonders an Frauen, Kinder,
Menschen mit Behinderungen und alte Menschen. Die Einsatzgebiete sind
in Syrien, dem Libanon und in der Ukraine. „Ziel der humanitären
Hilfe ist es, Schaden abzuwenden, Armut zu bekämpfen, demokratische
Bemühungen zu stärken, für Gleichstellung unter den Geschlechtern,
für Kinderrechte sowie das Wohlergehen von Menschen mit
Beeinträchtigungen zu sorgen“ , betont Volkshilfe-Präsident Ewald
Sacher die Wichtigkeit von Entwicklungs- und Katastrophenhilfe.

Unsere Partnerorganisationen versuchen mit der Unterstützung der
Volkshilfe Österreich ein bisschen Normalität in den oft
kriegerischen Alltag der Menschen zu bringen: „Bei unserem letzten
Besuch in der Ukraine besuchten wir mit dem Team unserer
Partnerorganisation Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Durch
gezielte Maßnahmen wie die Instandsetzung einer Rollstuhlrampe in
einer Pflegeeinrichtung, wurde es den Bewohner*innen ermöglicht,
wieder regelmäßig ein bisschen an die frische Luft zu gehen. Die von
uns finanzierten Gehhilfen, Rollatoren und Krücken waren ebenfalls
schon im Einsatz und tragen dazu bei, die Mobilität und
Lebensqualität der Menschen spürbar zu erhöhen. Das bringt zwar
Verbesserung, aber es fehlt noch immer in der Grundversorgung etwa an
Hygieneartikeln für pflegebedürftige Menschen“ , schildert Judith
Ranftler, Bereichsleiterin Internationale Zusammenarbeit, die
Eindrücke ihrer Ukraine-Reise. Die Nachricht, die uns anschließend
die Leiterin unserer Partnerorganisation zukommen ließ, zeigt, wie
wichtig humanitäre Hilfe ist: „Das ist mehr als eine Spende, das ist
ein wichtiger Schritt, unsere Menschlichkeit und Würde
wiederzuerlangen“.

Auch im Libanon und in Syrien hilft die Volkshilfe mit Essen,
Wasser und medizinischer Versorgung. Wo es mehr psychosoziale Hilfe
braucht, versuchen wir rasch und unbürokratisch zu helfen oder zu
vermitteln. Dennoch muss der humanitären Hilfe mehr Aufmerksamkeit
und mehr finanzielle Mittel entgegengebracht werden. Denn: Die
Vereinten Nationen gehen von einem Anstieg auf rund 360 Mio. Menschen
aus, die humanitäre Hilfe benötigen. Grund dafür sind die steigenden
bewaffneten Auseinandersetzungen, Kriege und zerstörerische
Umweltkatastrophen. „Humanitäre Hilfe rettet nicht nur Leben, sie
lindert das Leid der Menschen vor Ort, die meist unverschuldet durch
Krieg, Klimaveränderungen oder Katastrophen in fatale Lebenslagen
gekommen sind. Sie schafft neue Perspektiven und die Hoffnung auf
eine bessere Zukunft. Deshalb ist es besonders wichtig, solidarisch
mit Notleidenden zu sein“, sagt Ewald Sacher und ergänzt: „Als
Standort vieler internationaler Organisationen sollte Österreich sein
Engagement für internationale Hilfe besonders betonen. Wir
appellieren an die Staatengemeinschaft, das Völkerrecht einzuhalten
und fordern Österreich auf, sich klar zu seiner humanitären
Verantwortung zu bekennen“.