Kleinwasserkraft Österreich begrüßt Vorstoß von LH-Stv. Pernkopf und LR Achleitner zur Anpassung des ElWG-Entwurfs

Wien (OTS) – Im Entwurf des ElWG, der sich momentan in Begutachtung
befindet, sind
Netzgebühren für Einspeiser geplant. Die Energie-Landesräte von
Niederösterreich und Oberösterreich, Stephan Pernkopf und Markus
Achleitner, appellierten in einer Aussendung, die „Hände weg von
privaten PV-Anlagen“ zu nehmen.

Kleinwasserkraft Österreich begrüßt diesen Vorstoß, mahnt aber,
dabei nicht auf die Kleinwasserkraft zu vergessen – denn auch sie ist
von den geplanten, zusätzlichen Netzentgelten betroffen. Allein in
Niederösterreich existieren 659 Anlagen, die insgesamt 158.000
Haushalte versorgen können, in Oberösterreich sind es sogar noch
mehr: 740 Kleinwasserkraftwerke erzeugen dort Strom für mehr als
220.000 Haushalte.

„Kleinwasserkraftwerke werden zum Großteil von einzelnen Personen
oder Familien mit viel Leidenschaft und Einsatz betrieben, oft schon
seit vielen Jahrzehnten. Zusätzliche Gebühren stellen einen Eingriff
in bestehende Kalkulationen dar und gefährden somit anstehende
Sanierungen, Modernisierungen und Revitalisierungen“, so Paul
Ablinger, Geschäftsführer von Kleinwasserkraft Österreich. Betreiber*
innen haben ohnehin schon mit nachträglichen, oft überschießenden
Eingriffen hinsichtlich Fischwanderhilfen und Restwasserforderungen
zu kämpfen.

„Weitere Netzentgelte sind für keine Erneuerbaren-Technologie
sinnvoll und führen letztendlich zu einer Verteuerung sowie mehr
Importen fossiler Energien. Das konterkariert die Energie- und
Klimaziele und geht sowohl zulasten von Betreiber*innen als auch
Verbraucher*innen“ sagt Ablinger abschließend.