Videodolmetsch-Unternehmen SAVD senkt Honorare für freiberufliche Dolmetscherinnen und Dolmetscher

Wien (OTS) – Wie dem österreichischen Verband für Dolmetschen und
Übersetzen,
UNIVERSITAS Austria, zugetragen wurde, hat SAVD mit Wirkung zum 1.
August neue Rahmenverträge mit einem Großteil der für sie tätigen
freiberuflichen Dolmetscherinnen und Dolmetschern geschlossen. Diese
Rahmenverträge beinhalten nicht nur keine von den Dolmetscherinnen
und Dolmetschern erhoffte und seit Jahren ausständige Anpassung der
Honorare, die seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2014 nicht
erhöht wurden. Laut dem Verband vorliegenden Informationen haben sich
die Rahmenbedingungen für Freiberuflerinnen und Freiberufler nun
sogar deutlich verschlechtert.

UNIVERSITAS Austria weist an dieser Stelle darauf hin, dass
Telefon- und Videodolmetschen höchst anspruchsvolle Tätigkeiten sind,
die eine hohe Qualifikation und somit auch eine angemessene Vergütung
erfordern: nicht nur aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen
Settings, in denen jeweils präzises Fachwissen erforderlich ist,
sondern auch aufgrund der fordernden, oftmals heiklen Themen der
Gespräche, die auch emotional belastend sein können.

Die SAVD Group, entstanden nach Übernahme des Münchner
Wettbewerbers LingaTel durch SAVD Videodolmetschen GmbH im Jahr 2024,
hat mit der Übernahme des Kölner Anbieters Dolatel im April 2025 ihre
führende Marktposition als Anbieter von Video- und
Telefondolmetschleistungen im öffentlichen Bereich in Österreich und
Deutschland weiter verstärkt.

Wie auch der deutsche Bundesverband für Dolmetscher und
Übersetzer (BDÜ) sieht UNIVERSITAS Austria in den neuesten
Entwicklungen der SAVD eine Ausnutzung der marktbeherrschenden
Stellung des Unternehmens auf Kosten der Dolmetscherinnen und
Dolmetscher und appelliert an ihre Mitglieder, die neuen Verträge vor
Unterzeichnung kritisch zu hinterfragen.