Wien (OTS) – Der von der Gewerkschaft befürchtete „schwierige
Schulstart“ aufgrund
des massiven Lehrermangels in Wien sei keine Überraschung, sondern
die logische Konsequenz jahrelanger Fehlentwicklungen und politischer
Ignoranz, kritisierte heute der FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Hermann
Brückl. Für ihn sei die Situation eine „Bankrotterklärung der
verantwortlichen SPÖ-geführten Stadtregierung und die schwarz-rot-
pinke Verlierer-Koalition auf Bundesebene, die dem schleichenden
Kollaps unseres Bildungssystems tatenlos zusieht“.
„Jedes Jahr zur selben Zeit wiederholt sich dieses Trauerspiel,
und die zuständigen Politiker geben sich überrascht, als wäre es ein
unvorhergesehenes Naturereignis. Dabei sind die Probleme exakt
dieselben, vor denen wir Freiheitliche bereits vor fünf und mehr
Jahren gewarnt haben: ein unattraktiver Lehrerberuf, ausufernde
Gewalt- und Disziplinlosigkeit an den Schulen und eine Politik, die
lieber ideologische Scheindebatten führt, als die Ärmel
hochzukrempeln. Anstatt nachhaltige Reformen anzugehen, wird von
Schulstart zu Schulstart nur der Mangel verwaltet. Das ist kein
politisches Gestalten, das ist organisierte Kapitulation vor den
selbstgeschaffenen Problemen“, konstatierte Brückl.
„Die jetzt beklagte Notlage war vorhersehbar. Seit Jahren warnen
wir Freiheitliche vor den desaströsen Folgen einer verfehlten
Bildungspolitik, die auf ideologische Experimente statt auf
Grundkompetenzen setzt und die Sorgen der Pädagogen konsequent
ignoriert“, so Brückl. Die Zustände in Wien seien nur die Spitze des
Eisbergs eines bundesweiten Problems. „Die Leidtragenden sind einmal
mehr unsere Kinder, denen ein geordneter und qualitativ hochwertiger
Unterricht verwehrt wird, und die engagierten Lehrer, die unter
unhaltbaren Bedingungen an ihre Grenzen und darüber hinaus getrieben
werden.“
Dass man nun händeringend und sogar in den Ferien nach
Lehrkräften suchen müsse und vermehrt auf Quereinsteiger setze, sei
für den FPÖ-Bildungssprecher ein Armutszeugnis. „Das ist reine
Flickschusterei und eine Verzweiflungstat, die das eigentliche
Problem nicht löst. Der Vorwurf richtet sich nicht an die engagierten
Quereinsteiger, sondern an ein System, das den Lehrerberuf durch
überbordende Bürokratie, mangelnden Rückhalt bei Disziplinproblemen
und realitätsferne Lehrpläne derart unattraktiv gemacht hat, dass
kaum noch jemand diesen wichtigen Dienst an der Gesellschaft leisten
will oder kann“, erklärte Brückl.
Es brauche eine fundamentale bildungspolitische Kehrtwende.
Abschließend formulierte der Bildungssprecher klare freiheitliche
Forderungen: „Wir müssen weg vom Gender- und Klimaunterricht sowie
den gescheiterten Bildungsexperimenten und zurück zu den Grundlagen:
Lesen, Schreiben, Rechnen. Wir brauchen kleinere Klassen, mehr
Unterstützungspersonal zur Entlastung der Lehrer von administrativen
Aufgaben und eine klare Leistungskultur. Anstatt unser Steuergeld für
weltfremde Projekte auszugeben, muss endlich in die Zukunft unserer
Kinder und in ein sicheres, respektvolles Lernumfeld investiert
werden. Alles andere ist ein Verrat an der nächsten Generation!“