Extremismusprävention an Schulen im ersten Halbjahr 2025: Mehr als 13.500 Menschen in 700 Workshops erreicht

Wien (OTS) – Um Radikalisierung wirksam vorzubeugen und demokratische
Werte zu
stärken, setzt die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN)
gemeinsam mit den Landesämtern Staatsschutz und Extremismusbekämpfung
(LSE) in allen Bundesländern verstärkt auf Extremismusprävention an
Schulen. Geschulte Beamtinnen und Beamte besuchen
Bildungseinrichtungen mit unterschiedlichsten Schwerpunkten, um junge
Menschen frühzeitig für die Gefahren extremistischer Ideologien zu
sensibilisieren.

Inhalte und Ziele der Präventionsarbeit

Das Präventionsprogramm „RE#work“ richtet sich nicht nur an
Schülerinnen und Schüler, sondern auch an Eltern und Lehrkräfte.
Gemeinsam soll eine starke Gemeinschaft entstehen, die Jugendlichen
Orientierung bietet und sie widerstandsfähig gegenüber
extremistischer Beeinflussung macht. Im Rahmen der „RE#work“-
Workshops lernen Schülerinnen und Schüler, extremistisches
Gedankengut und Fake-News zu erkennen, manipulative Strategien und
Propaganda kritisch zu hinterfragen und demokratische Werte wie
Toleranz, Vielfalt und Meinungsfreiheit zu schützen und
gegebenenfalls auch zu verteidigen.

Erziehungsberechtigte sowie Lehrerinnen und Lehrer erhalten
praxisnahe Tipps, um Frühwarnsignale zu erkennen und angemessen zu
reagieren. Außerdem werden sie über aktuelle Entwicklungen im Bereich
Extremismus informiert und mit Handlungsempfehlungen unterstützt.

Mehr als 100 speziell geschulte Präventionsbedienstete
ausgebildet

Seit Beginn des Programms bildete die DSN in Österreich mehr als
100 Extremismuspräventionsbedienstete aus, die im Jahr 2025 bereits
über 700 Workshops und Sensibilisierungsvorträge an verschiedenen
Bildungseinrichtungen durchführten. Dadurch wurden rund 13.500
Personen in ganz Österreich erreicht.

„Die Radikalisierung von jungen Menschen erfolgt vorwiegend im
digitalen Raum. Vielen ist dabei nicht bewusst, welchen
extremistischen Inhalten bzw. Vorbildern sie nachlaufen. Gezielte
Prävention soll das Bewusstsein hier schärfen. Die Ausbildung von
speziell geschulten Bediensteten zur Extremismusprävention wird daher
auch weiterhin einen Schwerpunkt der Arbeit im Verfassungsschutz
bilden“, betonte Innenminister Gerhard Karner. „Extremismusprävention
ist kein Nebenthema, es ist ein zentraler Bestandteil unserer
Sicherheits- und Bildungspolitik. Wer Demokratie stärken will, muss
frühzeitig gegen Radikalisierung vorgehen! Mit RE#work setzen die DSN
und die LSE österreichweit einen wichtigen Schritt bei der Bekämpfung
von Extremismus. Denn wir brauchen für die Zukunft eine klare
strategische Herangehensweise gegen Extremismus und Radikalisierung,
die frühzeitig erkennt, isoliert und gegenwirkt“, ergänzte
Staatssekretär Jörg Leichtfried.

Weitere Informationen zum Extremismuspräventionsprogramm RE#work
sind sowohl für interessierte Schulen als auch für Bürgerinnen und
Bürger unter www.staatsschutzpraevention.gv.at abrufbar.