MFG warnt vor staatlichen Preiseingriffen bei Lebensmitteln – Entlastung nur über Steuerpolitik sinnvoll

Linz (OTS) – Angesichts der anhaltenden Teuerung bei Lebensmitteln
werden wieder
staatliche Preiseingriffe diskutiert. Für die MFG Oberösterreich ist
klar: Preisobergrenzen sind der falsche Weg. „Wer aus der Geschichte
lernt, weiß: Künstlich festgelegte Preise zerstören Märkte, führen zu
leeren Regalen und fördern Schwarzhandel“, warnt LAbg. Joachim
Aigner, MFG-Österreich Bundesparteiobmann.

Ein besonders lehrreiches Beispiel ist das späte Römische Reich:
Kaiser Diokletian versuchte im Jahr 301 n. Chr., die Inflation mit
einem Höchstpreisedikt zu stoppen. Für fast 1.000 Waren, vom Brot bis
zum Rind, wurden staatliche Maximalpreise verordnet. Das Ergebnis war
katastrophal: Händler stellten den Verkauf ein, Märkte leerten sich,
Lebensmittel waren nur noch auf dem Schwarzmarkt zu deutlich höheren
Preisen erhältlich. Zeitzeugen wie der Historiker und Kirchenvater
Lactantius berichten sogar von Gewalt und Todesfällen bei der
Durchsetzung des Edikts. Wenige Jahre später war das Preisdiktat
wirkungslos und wurde von allen ignoriert. Die Inflation blieb, das
Vertrauen in den Markt war zerstört.

Jahrhunderte später wiederholte die Planwirtschaft des 20.
Jahrhunderts denselben Fehler: In der DDR und dem gesamten Ostblock
waren leere Regale und massive Ineffizienz das Ergebnis staatlich
diktierter Lebensmittelpreise. „Planwirtschaft hat noch nie
funktioniert. Wenn der Staat Händler spielen will, verschwindet
früher oder später auch das Angebot – das hat die Geschichte immer
wieder gezeigt“, betont Aigner.

„Preisstopps kaschieren nur Symptome und richten langfristig
Schaden an – die Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel auf 0 %
ist die einzige faire und wirksame Entlastung.“

LAbg. Joachim Aigner, MFG-Österreich Bundesparteiobmann

„Wir haben schon 2022 im Landtag den Antrag eingebracht, die
Umsatzsteuer auf Lebensmittel auszusetzen“, erinnert Aigner. „Damals
haben wir eine befristete Aussetzung gefordert – heute sage ich klar:
Wir brauchen eine dauerhafte Abschaffung bzw. Senkung auf 0 %.“

Die sofortige Streichung der Umsatzsteuer ist einfach, wirksam
und fair: keine Bürokratie, keine Marktverzerrung, aber echte
Entlastung für alle Haushalte – besonders für jene, die ohnehin jeden
Euro umdrehen müssen. Preisstopps kaschieren nur Symptome und richten
langfristig Schaden an – die Senkung auf 0 % bringt sofort spürbare
Erleichterung.

„Staatliche Preisvorgaben sind nichts anderes als
planwirtschaftliche Illusionen. Statt Märkte zu ruinieren, muss die
Politik endlich aufhören, Geld aus den Taschen der Menschen zu
ziehen. Mehr eigenes Geld im Börsel ist die einzige ehrliche
Entlastung“, schließt Aigner.