Klinik Hietzing: Gartentherapieprojekt wird von Medizinisch-Wissenschaftlichen Fonds des Bürgermeisters gefördert

Wien (OTS) – Das Forschungsteam der 2. Psychiatrischen Abteilung der
Klinik
Hietzing freut sich über die Förderung des Medizinisch-
Wissenschaftlichen Fonds des Bürgermeisters für die Studie „Garten
als Therapie- und Begegnungsraum“. Ziel ist es, die Wirkung
gartentherapeutischer Aktivitäten auf Patient*innen mit schweren
psychischen Erkrankungen in unterschiedlichen Behandlungssettings –
auch im akutstationären Bereich – erstmals umfassend zu erfassen.

„Im Rahmen der Studie untersuchen wir nicht nur die
therapeutischen Effekte, sondern auch mögliche Herausforderungen in
der praktischen Umsetzung“, erklärt Christina Bauernfeind,
Studienleiterin, Internistin und Gartentherapeutin in der 2.
Psychiatrischen Abteilung.

„Psychische Gesundheit erfordert innovative und ganzheitliche
Zugänge, die über klassische medizinische Interventionen hinausgehen.
Gartentherapie schafft Räume für Bewegung, soziale Interaktion und
sinnstiftende Betätigung – all das sind zentrale Elemente für
nachhaltige Genesung. Mit der Förderung dieses Projekts setzen wir
ein Zeichen für moderne, menschlich orientierte Versorgung und
unterstützen aktiv den Abbau von Vorurteilen gegenüber psychischen
Erkrankungen“, so Peter Hacker, Gesundheitsstadtrat und Vorsitzender
des Medizinisch-Wissenschaftlichen Fonds des Bürgermeisters.

Zwtl.: Begegnungsort Therapiegarten

Die Patient*innen in psychiatrischer Behandlung von Pavillon 1
haben bereits seit dem Jahr 2020 Zugang zum angrenzenden
Therapiegarten. Dieser bietet nicht nur Raum für individuelle
Genesung, sondern versteht sich durch seine offene Gestaltung auch
als inklusiver Begegnungsort für Patient*innen, Mitarbeitende und
Besucher*innen.

„Die Ergebnisse der Studie sollen eine fundierte Grundlage für
die Weiterentwicklung und Implementierung ähnlicher Projekte im
klinisch-psychiatrischen Bereich bieten“, erklärt Matthäus Fellinger,
Abteilungsvorstand der 2. Psychiatrischen Abteilung. „Zugleich wollen
wir damit einen Beitrag zur Entstigmatisierung psychischer
Erkrankungen leisten.“ Die Studie wird in Kooperation mit der
Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik im Therapiegarten der
Klinik durchgeführt.

Zwtl.: Wissenschaftliches Arbeiten der 2. Psychiatrischen Abteilung
in der Klinik Hietzing

Matthäus Fellinger hat im Juni 2024 das Karl-Landsteiner-Institut
für Mental Health gegründet und leitet dies seither. Ziel des
Instituts ist es, innovative Wege in der psychiatrischen Versorgung
zu erforschen und in die Praxis zu überführen. Im Zentrum stehen
dabei Inklusion, ganzheitliche Betreuung sowie individuell
abgestimmte Therapieangebote, die sich an Alter, Entwicklungsstand
und Lebenssituation der Patient*innen orientieren – mit besonderem
Fokus auf Menschen in vulnerablen Lebenslagen.