St. Pölten (OTS) – Die geplante Schließung des
Notarzteinsatzfahrzeug-Stützpunktes (NEF)
in Waidhofen/Ybbs ist ein schwerer Rückschlag für die
Gesundheitsversorgung im Ybbstal und ein fatales Signal der
Landesregierung an die Region. Die Grünen Niederösterreich treten
dieser massiven Verschlechterung entschieden entgegen und waren daher
die einzige Fraktion, die dem sogenannten „Gesundheitsplan 2040+“ im
Landtag ihre Zustimmung verweigert hat.
„Während ÖVP, FPÖ, SPÖ und NEOS für diese Schwächung der
Versorgung verantwortlich zeichnen, distanzieren sich nun viele
Beteiligte öffentlich. Besonders irritierend ist das Verhalten von
Bürgermeister Werner Krammer, der heute wortreich gegen die geplante
Schließung protestiert, obwohl seine eigene Partei, die ÖVP, diese
Entscheidung gemeinsam mit den anderen Parteien im Landtag
vorangetrieben hat. Hinter verschlossenen Türen abschaffen und dann
öffentlich so tun, als habe man nichts damit zu tun – so darf und
kann Politik in Niederösterreich nicht laufen“, kritisiert der Grüne
Landtagsabgeordnete Dominic Hörlezeder aus Amstetten.
Die Reduktion der Notarztstruktur bedeutet für das gesamte
Ybbstal nicht nur eine eklatante Verschlechterung der medizinischen
Versorgung, sondern auch eine bewusste Schwächung des ländlichen
Raums. Wer jemals in Notsituationen einen Notarzt gebraucht hat,
weiß: Jede Minute zählt. Durch die längeren Anfahrtszeiten rückt
lebensrettende Hilfe für viele weiter in die Ferne.
„Die Grünen stehen fest an der Seite der Bevölkerung, der
engagierten Rettungskräfte und der regionalen Initiativen. Wir
fordern die sofortige Rücknahme dieser Pläne sowie ein klares
Bekenntnis zu einer flächendeckenden und wohnortnahen Akutversorgung.
Verantwortung zeigt sich darin, für eine Region einzustehen – nicht
darin, Verantwortung im Nachhinein von sich zu weisen“, bekräftigt
Dominic Hörlezeder abschließend.