Gute Arbeitsplätze für ein „sauberes Österreich“

Wien (OTS) – „Wir kämpfen für den Erhalt und die Schaffung von guten
Arbeitsplätzen bei den österreichischen Bahnen. Nur wenn es endlich
Kostenwahrheit gibt, hat die Schiene die Möglichkeit mit der Straße
aufzuschließen“, so Gerhard Tauchner, Vorsitzender des Fachbereichs
Eisenbahn der Gewerkschaft vida.

In der aktuellen Debatte um die LKW-Maut sei es daher höchste
Zeit auf die Experten aus Wissenschaft und Praxis zu hören, wenn die
Verlagerung auf die Schiene gelingen soll, so Tauchner weiter.

Er verweist dabei auch auf den jüngsten Bericht der Schienen
Control, der die verzerrten Rahmenbedingungen zu Gunsten der Straße
aufzeigt. „Lohn- und Sozialdumping, wie wir es durch den
grenzüberschreitenden Straßengütertransport sehen, wollen wir nicht.“

Im Regierungsprogramm gebe es ein klares Bekenntnis der
Koalitionspartner zur Verlagerung auf die Schiene für ein „sauberes
Österreich“. „Das unterstützen wir“, unterstreicht Tauchner. Neben
guten Arbeitsbedingungen und gezielten Fördermodellen erfordere das
auch, dass die Frächter die von ihnen verursachten Kosten tragen, so
wie das bei der Bahn der Fall sei. Denn hier gibt es de facto eine
flächendeckende Schienenmaut, das Infrastrukturbenützungsentgelt.

In der heutigen Ausgabe der Tiroler Tageszeitung spricht der
Vorstand des Instituts für Verkehrswissenschaften der TU Wien, Günter
Emberger, von bis zu Ꞓ 700 Mio., die über eine flächendeckende LKW-
Maut eingenommen werden könnten. „In unseren transitgeplagten
Regionen sind zwei Drittel der LKWs mit ausländischem Kennzeichen
unterwegs. Auf ihren Beitrag zu verzichten, können wir uns in
Österreich nicht leisten.“ meint Tauchner abschließend.